Deutschland

Bäh! In Rostock kacken Mini-Asseln ins Trinkwasser – und nicht nur da

Das ist eine Wasser-Assel:

Wasserassel (Asellus aquaticus). | water louse (Asellus aquaticus). | Verwendung weltweit

Bild: blickwinkel

Sie wird maximal zwei Zentimeter groß und lebt vorwiegend in stehenden, aber auch in fließenden Gewässern. Eigentlich fällt sie gar nicht auf. Außer sie kommt plötzlich aus der Wasserleitung – oder besser gesagt ihr Kot oder ihre sterblichen Überreste.

Lieber Wasser aus Plastikflaschen? Lieber nicht:

In Rostock herrscht deshalb gerade Aufruhr: In einigen Leitungen haben sich die Asseln eingenistet, das haben Tests ergeben (Ostsee-Zeitung). Es sollen aber keine lebenden Tiere aus den Leitungen gekrabbelt sein, die bleiben im Filter hängen oder krallen sich an den Rohrwänden fest. Es geht um die sterblichen Überreste und Kot.

Igitt! Was, wenn ich die mittrinke?

Vielleicht ist das nicht die leckerste Vorstellung, macht aber im Grunde nichts. Assel-Leichen und ihre Ausscheidungen schaden Menschen nicht. Gehäuft sprudeln ihre Überreste hervor, wenn das Wasser in den Rohren lange stillstand.

Wir würden dir jetzt gern sagen, dass Asselbefall die Ausnahme ist, aber leider wäre das nicht die Wahrheit.

Wahrscheinlich siedeln sie in geringen Mengen sogar in ziemlich vielen Hausleitungen (SZ). Vermehren sie sich massiv, ist das eher ein Hinweis auf andere Probleme: Die Asseln sind nämlich ein Indikator für andere Verunreinigungen im Wasser, Bakterien zum Beispiel. Auch nach Rohrbrüchen treten sie verstärkt auf.

(sg)

Lalalalala! 🙉 Du willst das lieber alles gar nicht wissen? Cool. Hier was zum Ablenken:

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    Alle Leser-Kommentare
  • dmark 31.05.2018 13:48
    Highlight Highlight Es war wohl in der Vergangenheit doch nicht so schlecht, dem Trinkwasser etwas Chlor bei zu mischen und somit Bakterien keine große Chance fürs Überleben zu geben oder auch Algenbildung in den Leitungen zu verhindern?
    Zumal sich Chlor in offener Umgebung (an der Entnahmestelle) recht schnell verflüchtigt.

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