International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
In this photo released by China's Xinhua News Agency, an uniformed official bleeds from the head following an incident during a speech by Venezuela's President Nicolas Maduro in Caracas, Venezuela, Saturday, Aug. 4, 2018. Drones armed with explosives detonated near Venezuelan President Nicolas Maduro as he gave a speech to hundreds of soldiers in Caracas on Saturday but the socialist leader was unharmed, according to the government. (Xinhua via AP)

Bei dem Attentatsversuch auf den venezuelanischen Staatschef Maduro wurde ein Soldat verletzt. Bild: Xinhua/reuters

Attentatsversuch in Venezuela: 6 Personen festgenommen – doch es gibt Zweifel

06.08.18, 07:41

Am Samstag hat es in Venezuela einen vermeintlichen Anschlag auf Machthaber Nicolás Maduro gegeben. Nun wurden nach Behördenangaben sechs Verdächtige festgenommen worden.

Der Attentatsversuch im Fernsehen:

Was war geschehen?

Nach Regierungsangaben war Maduro am Samstag Ziel eines Bombenanschlags gewesen, der mit Drohnen während einer Militärparade verübt wurde. Das Staatsfernsehen hatte den Moment übertragen, in dem eine Explosion zu hören war, während Maduro eine Rede hielt.

Doch es gibt Zweifel...

Vor allem Aussagen von Feuerwehrleuten nährten den Verdacht, dass es sich lediglich um einen Unfall mit einem Gastank in einem nahen Gebäude gehandelt haben könnte.

Bei dem Attentat seien zwei Drohnen benutzt worden, die jeweils mit einem Kilogramm des Sprengstoffes C-4 beladen gewesen seien, sagte dagegen Reverol. "Die Ladung kann Schäden in einem Radius von 50 Metern verursachen", erklärte er. Einer der Festgenommenen sei 2017 in einen Angriff auf eine Militärbasis involviert. Ein weiterer sei 2014 nach Protesten gegen die Regierung in Haft gewesen.

Maduro bezichtigte den scheidenden kolumbianischen Präsidenten, Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos, der Urheberschaft. "Ich hege keine Zweifel, dass dahinter ultrarechte Kreise in Venezuela gemeinsam mit ultrarechten Kräften Kolumbiens und Juan Manuel Santos stecken", sagte der autoritär regierende Sozialist.

... und Befürchtungen:

Weitere Hintermänner sah Maduro in den USA. Der US-Sicherheitsberater John Bolton dementierte eine Beteiligung Washingtons. Auch die Regierung in Bogotá widersprach vehement.

Kritiker befürchten, dass der Vorfall nun zur Verschärfung der Repressionen genutzt wird. "Wir warnen davor, dass dieses konfuse Ereignis als Ausrede genutzt werden kann, um das verfassungsmäßige Recht des Volkes auf Protest abzuschaffen", schrieb das Oppositionsbündnis Frente Amplio. Mit ihrer Reaktion wolle die Regierung zudem von der akuten Krise in dem Land ablenken.

(pb/dpa)

Die Krypto-Kurse fallen – können ominöse Telegram-Gruppen unsere Coins retten? 

10.000 Euro zum 25. Geburtstag – für jeden! Warum das keine Utopie ist

Was die SPD vorschlägt, ist kein Grundeinkommen – sagt einer, der es wissen muss

Warum Katharina mit 24 Schulden aufnehmen muss

Unsere Armutsserie startet: So lebt Jan mit 800 Euro im Monat

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Trump will Palästinensern den Flüchtlingsstatus entziehen – und hat ausnahmsweise Recht

Es klingt erst einmal fies. Auf den ersten Blick. Die USA wollen den Palästinensern den Flüchtlingsstatus entziehen.

Nach einem Bericht des US-Magazins "Foreign Policy" hat der Nahost-Gesandte und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner genau das vor – für mehr als zwei Millionen Palästinenser in Jordanien. Zuvor hatten die USA bereits die Gelder für das Palästinenserhilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA) massiv gekürzt. 

Auf den zweiten Blick steckt hinter Kushners Vorstoß aber eine …

Artikel lesen