ALDI, beliebtester Supermarkt der Deutschen?

Eine Filiale von Aldi Nord. Das älteste Ladengeschäft des Discounters schließt nun. Bild: www.imago-images.de / Guenter Nowack

Warum Aldi seine älteste Filiale nun schließt

Nach 101 Jahren Lebensmittelhandel im Geburtshaus der Aldi-Gründer Karl und Theo Albrecht schließt die Unternehmensgruppe ihre Filiale im Essener Stammhaus. Das inzwischen viel zu kleine Geschäft in der Huestraße 89 werde am Samstag um 16.00 Uhr zugemacht, erklärte ein Sprecher von Aldi Nord gegenüber watson.

Auf den neuen Markt werde auch die interne Bezeichnung "Filiale Nummer 1" übertragen. Über die Schließung am Samstag hatte zuvor die "Bild"-Zeitung berichtet.

Erster Laden wurde 1913 eröffnet

Der erste Laden der Unternehmerfamilie Albrecht war zunächst ein Backwarenhandel, den die späteren Eltern von Karl und Theo 1913 im heutigen Essener Stadtteil Schonnebeck eröffneten. Er befand sich in der heutigen Huestraße 87, in Anna Albrechts Elternhaus.

Im Frühjahr 1919 verlegten die Albrechts ihr Geschäft ins benachbarte Wohn- und Geschäftshaus Nummer 89, das das Ehepaar kaufte. Den neuen Laden nannten sie "Kaufhaus für Lebensmittel Karl Albrecht". In dem Haus sind die Söhne Karl und Theo geboren und aufgewachsen. Die erste Discount-Filiale unter dem Namen Aldi öffnete 1962 in Dortmund.

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Der erste Aldi, historisches Bild von 1930. Bild: Aldi

Historie soll weiter gebührend gewürdigt werden

Doch trotz der Schließung will Aldi weiter gebührend an seine historischen Anfänge erinnern. "Die Historie von Essen-Schonnebeck als Ursprung unserer Unternehmensgruppe wird nur rund 200 Meter entfernt in unserem 'neuen ältesten Aldi-Markt' an der Saatbruchstraße weiter leben und fortgeführt", erklärt der Unternehmens-Sprecher weiter.

An vielen Stellen werde man in der neuen Filiale an die Geschichte im Stadtteil erinnern und Geschichten der Menschen erzählen, die dahinterstünden.

Die Verkaufsräume im Aldi-Stammhaus an der Huestraße sollen künftig eine andere Nutzung erfahren, so der Sprecher. "Hierfür werden derzeit zahlreiche Möglichkeiten geprüft." Das Gebäude selbst verbleibe jedoch auch in Zukunft im Besitz der Unternehmensgruppe.

(om/mit Material von dpa)

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