RUESSELSHEIM, GERMANY - APRIL 8:   A shopper pushs a shopping cart outside an Aldi store on April 8, 2013 in Ruesselsheim near Frankfurt, Germany. Aldi, which today is among the world’s most successful discount grocery store chains, will soon mark its 100th anniversary and traces its history back to Karl Albrecht, who began selling baked goods in Essen on April 10, 1913 and founded the Aldi name by shortening the phrase Albrecht Discount. His sons Karl Jr. and Theo expanded the chain dramatically, creating 300 stores by 1960 divided between northern and southern Germany, with Aldi Nord and Aldi Sued, respectively. Today the two chains have approximately 4,300 stores nationwide and have also expanded into other countries across Europe and the USA. Aldi Nord operates in the USA under the name Trader Joe’s. (Photo by Ralph Orlowski/Getty Images)

Aldi Süd plant einen umfassenden Ausbau im IT-Sektor. Bild: Getty Images Europe / Ralph Orlowski

Für rund 1,5 Milliarden: Was Aldi jetzt ändert

Aldi Süd bereitet sich auf die Zukunft vor. Der Konzern investiert 1,5 Milliarden Euro in IT-Systeme und könnte damit am Konkurrenten Lidl vorbeiziehen. Mehr Onlineshopping wäre also künftig möglich. Die Discounter-Kette hält sich diesbezüglich aber noch bedeckt.

Das Update soll vor allem die SAP Warensysteme betreffen. Die genutzte Software hilft bei der Gestaltung der Sortimente, der Logistik und sogar den Abläufen an der Kasse. Aldi fokussiert sich auch darauf, eine optimale Warenverfügbarkeit in den Supermärkten zu gewährleisten, was weniger Lebensmittelverschwendung mit sich bringen könnte.

Aldi Süd könnte mit Lieferdiensten zusammenarbeiten

Den Onlinehandel könnten die Veränderungen ebenfalls betreffen. In Deutschland lassen sich zum Beispiel Lieferdienste bisher nur mit Verlust realisieren, in den USA und Großbritannien sieht das aber anders aus. Dort kooperieren die Händler mit externen Unternehmen. So lässt Aldi in Irland zum Beispiel durch die Online-Plattform "Deliveroo" ausliefern. In den USA hilft das Unternehmen "Instacart".

Auch sogenannte "Click & Collect" – also Online bestellen und im Laden Abholen – ist in den englischsprachigen Ländern weiter fortgeschritten. In 200 Filialen in England und 500 in Amerika gibt es diese Selbstabholung bereits.

Es könnte bald personalisierte Aldi-Werbung geben

Die Kundenbindung in den Discountern könnte durch Bonusprogramme und Kundenkarten, also sogenannten "Loyalty Systemen", gesteigert werden. Der direkte Konkurrent Lidl hat hier bereits seine ersten Schritte mit "Lidl Plus" gewagt. Es wird sich zeigen, ob Aldi hier nachzieht.

Die Kundekommunikation könnte sich durch die neuen IT-Systeme ebenfalls verändern. Die Werbeabwicklung könnte günstiger werden und eine personalisierte Ansprache einzelner Verbraucher ist potenziell möglich.

Bei dem Projekt haben bis zu 1000 interne und externe Mitarbeiter gearbeitet. Geleitet wird das Projekt vom Finanzchef der Unternehmensgruppe Thomas Ziegler.

(lfr)

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