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Sonnenstich: Symptome, Hilfe und warum Schmerzmittel verboten sind

Unhappy person having a headache after physical injury at home
Oft sind Kopfschmerzen ein erstes Anzeichen für einen Sonnenstich.Bild: iStockphoto / nicoletaionescu
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Sonnenstich: Symptome, Hilfe und warum Schmerzmittel verboten sind

12.05.2024, 12:39
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In westlichen Ländern gilt gebräunte Haut häufig als schön und erstrebenswert. Sowohl Männer als auch Frauen tun jede Menge, um diesem Schönheitsideal zu entsprechen. Dazu tragen sie Selbstbräuner auf, gehen ins Sonnenstudio oder legen sich stundenlang in die Sonne.

Ein solches Schönheitsideal birgt jedoch zahlreiche Risiken. Denn wer zu lange den Infrarotstrahlen der Sonne ausgesetzt ist, ohne den Kopf zu schützen, kann sich schnell einen Sonnenstich holen. Woran ihr einen solchen erkennt und was dagegen hilft, zeigen wir euch hier.

Diese Symptome weisen auf einen Sonnenstich hin

Im Falle eines Sonnenstichs kommt es durch die Hitze der Sonne zu einer Reizung von Gehirn und Hirnhäuten. Wenn dein Kopf trotz normaler Körpertemperatur plötzlich rot wird und sich heiß anfühlt, sollten bereits deine Alarmglocken läuten.

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Ansonsten unterscheiden sich die gängigen Symptome eines Sonnenstichs jedoch deutlich von denen bei einem Sonnenbrand oder einer Sonnenallergie. Diese Anzeichen geben dir eine deutliche Warnung:

  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Erbrechen
  • Ohrgeräusche/ Tinnitus
  • Nackenschmerzen
  • Gangstörungen
  • Bewusstseinsverlust

Im schlimmsten Fall kann ein Sonnenstich drei bis fünf Tage anhalten. Besonders davon betroffen sind Menschen mit lichtem Haar oder Babys und Kleinkinder.

Erste Hilfe bei Sonnenstich: Diese Hausmittel helfen

Oft treten die genannten Beschwerden allerdings erst Stunden nach dem Sonnenbad auf und werden dann nicht immer direkt behandelt, da man sie für einfache Erschöpfung hält. Wenn sich die ersten Anzeichen bemerkbar machen, sollte die betroffene Person aber direkt an einen schattigen Ort gebracht werden.

Weiterhin ist eine erhöhte Lagerung des Oberkörpers empfehlenswert, ebenso wie eine leichte Kühlung des Kopfes mit nassen Tüchern.

Alternativ eignen sich Quarkwickel, die eine kühlende und dazu entzündungshemmende Wirkung haben. Unbedingt sollten die Betroffenen bei einem Sonnenstich reichlich Wasser trinken und im besten Fall Elektrolyte zu sich nehmen. Zuckerhaltige Getränke wie eine Apfelschorle und Energydrinks eignen sich hier besonders gut.

Viel trinken hilft auch, wenn der Sonnenstich schon da ist.
Viel trinken hilft auch, wenn der Sonnenstich schon da ist.Bild: pexels / Andrea Piacquadio

Auch im Fall von starken Kopfschmerzen solle lieber auf Schmerzmittel verzichtet werden, genauer gesagt auf Schmerzmittel, die auch fiebersenkend wirken. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) belasten Arzneimittel wie Ibuprofen oder Paracetamol den Körper enorm. Bei stärkeren Schmerzen oder Bewusstseinsstörungen sollte nicht gezögert werden, den Notarzt anzurufen.

Sonnenstich vermeiden: So einfach geht's

Damit es gar nicht erst so weit kommt, gibt es einige Maßnahmen, die dabei helfen, einen Sonnenstich zu vermeiden:

Egal ob Sonnenbrand, Sonnenallergie oder Sonnenstich: eine dauerhafte Sonneneinstrahlung erhöht das Risiko für Beschwerden. Daher sollte man darauf achten, intensives Sonnenlicht auf Dauer zu meiden – vor allem in der Mittagszeit.

Häufig reagieren der Kopf und der Nacken sehr empfindlich auf die UV-Strahlen. Daher ist auch das Tragen von Caps oder Sonnenhüten von Vorteil.

Für alle Sportmuffel gibt es hier außerdem eine gute Nachricht: Denn auf übermäßige körperliche Anstrengung sollte bei akuter Hitzewelle verzichtet werden. Beachvolleyball und Co. eignen sich da nicht als aktiver Ausgleich zum entspannten Sonnenbaden, vielmehr erhöht die sportliche Betätigung das Risiko für einen Hitzeschlag.

Ohnehin gilt den ganzen Sommer aber vor allem eines, um auch den Kreislauf aufrechtzuerhalten: viel Wasser trinken. Das ist auch gut für das Hautbild, in das viele mit Sonnenbaden so viel Arbeit stecken.

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