Woman attaching red cloth face mask on ear with fingers with dark background. Young girl putting on respiratory protection during epidemic. Concept of stopping spreading of coronavirus.

Eine Schutzmaske macht Segelohren? Findet es heraus – lest den Text, nicht die Bildunterschrift. Bild: Getty Images

Bekomme ich vom Mund-Nasen-Schutz abstehende Ohren?

2020, das Jahr der Maske. Selten mussten sich so viele Menschen gleichzeitig eine neue Gewohnheit aneignen. Verlassen wir heute das Haus, gehört der Mund-Nasen-Schutz zum Gepäck wie Portmonee, Schlüssel und Smartphone.

Anfang des Jahres fragten wir uns noch, wie man die neue obligatorische Gesichtskleidung richtig trägt, wie man sie auf- und absetzt, wie man sie wäscht, wann man sie wechselt. Mittlerweile gelingt uns das alles im Handumdrehen, alles reine Routine. Immerhin klemmen wir uns die Masken seit Monaten hinter die Ohren, ob in Restaurants, im Bus oder im Supermarkt. Dafür fragen sich nun viele, ob die Maske möglicherweise auch Segelohren verursacht. Zu den Wasch- und Wechselsorgen gesellen sich bei steigender Tragedauer also nun auch Befürchtungen kosmetischer Art.

Und ja, irgendwie reißen die Masken zum Aufziehen schon ein wenig an den Ohren. Da ist der Gedanke naheliegend, dass sich das Knorpelgewebe mit der Zeit verformt.

Solltest du zu den Besorgten gehören, können wir dir Entwarnung geben. Zum einen spricht die Erfahrung dagegen. Seit Monaten tragen wir die Maske, doch auf der Straße lachen uns zwar genervte Gesichter, aber keine deutliche Mehrheit an abstehenden Ohren entgegen. Der "FAZ" sagte der Generalsekretär der Gesellschaft für Hals-, Nasen- und Ohren-Heilkunde, Thomas Deitmer:

"Ich habe vierzig Jahre mit Mundschutz im OP gestanden und bisher keine Veränderungen an meinen Ohren festgestellt."

Segelohren wären demnach keine Berufskrankheit. Jetzt gibt es keine Studien, die die Aussage stützen, aber eben auch keine Hilferufe von Pflegern und Ärztinnen. Generell ist das Ohr laut dem Mediziner sehr stabil. Menschen haben noch nie Segelohren im Laufe ihres Lebens bekommen, sagt Deitmer – zumindest habe er noch nie davon gehört.

Am Ende ist alles gut

Nur wenige Monate nach der Geburt sei es möglich, das Knorpelgewebe im Ohr zu verformen. Haben Kinder nach der Geburt etwa Segelohren, "kann man das in den ersten Monaten relativ gut beheben, indem man sie mit einem Spezialverband leicht an den Kopf drückt".

Auch nach einer Ohren-Anlegung musst du dir keine Sorgen machen. Der Knorpel ist laut Deitmer so elastisch, dass das Ohr, selbst wenn die Naht reißen sollte, immer an seinen angestammten Platz zurückkehrt. Es bleibt also, wie es ist. 2021 wird wohl nicht das Jahr der Segelohren.

(tkr)

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