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FFP2-Masken bieten im Gegensatz zu selbstgenähten Atemschutzmasken tatsächlich Schutz vor der Ansteckung mit dem Coronavirus. Trotzdem rät ein Sanitäter davon ab, sie im Alltag zu tragen. Bild: reuters / ERIC GAILLARD

Sanitäter rät von professionellen Atemschutzmasken ab

Atemschutzmasken gehören zunehmend zu unserem Alltag. Immer mehr Menschen tragen sie, um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu reduzieren – für andere, aber auch für sich selbst. Klar ist aber: Wirklichen Schutz vor einer eigenen Ansteckung bieten nur professionelle Exemplare, sogenannte FFP2-Masken, wie sie Ärzte, Pfleger und Sanitäter im Einsatz tragen.

Ein Notfallsanitäter rät nun allerdings ausdrücklich davon ab, eine solche FFP2-Maske zu tragen. Im Interview mit "t-online" erklärt Markus Wollmann, grundsätzlich sollten sich alle Menschen an die Kontaktbeschränkungen halten. "Auch Masken können zumindest im geringen Maße die Ausbreitung des Virus verringern."

Aber: Von FFP2-Masken rate er ab. Der Grund ist mehr praktischer als medizinischer Natur. Sie böten zwar Schutz, seien jedoch auf Dauer nicht zu tragen.

"Gerade bei Patienten, die sowieso schon Atemnot haben, können sie sogar gefährlich sein, auch wenn sie natürlich vor einer Ansteckung schützen."

Für ihn und seine Kollegen sei das natürlich etwas anderes, erklärt Wollmann weiter. Sie trügen seit Ausbruch der Corona-Krise vorsorglich bei jedem Einsatz im Rettungsdienst und Krankentransport FFP2-Masken und Schutzbrillen. "Auch bei Krankentransporten, bei denen das eigentlich nicht üblich ist."

Mehr Unterstützung der Politik bei Masken-Beschaffung

Von der Politik wünscht er sich dementsprechend wenig überraschend mehr Unterstützung bei der Versorgung mit den benötigten Materialien.

Die Beschaffung von Schutzmaterial sei derzeit die größte Herausforderung. "Zum Teil haben sich die Preise einzelner Artikel mehr als verzehnfacht." Derzeit stünden sie zwar noch in ausreichender Qualität und Menge zur Verfügung. Das könne sich im weiteren Verlauf der Pandemie jedoch noch ändern, "was wir aber nicht hoffen", fügt Wollmann hinzu.

Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass wir in Deutschland zu sehr abhängig vom Import von Atemmasken und anderen Hygiene- und Schutzmaterialien seien. "Vermutlich wäre es besser, wenn wir Schutzausrüstungen auch in ausreichender Menge in Deutschland produzieren würden." Das müsse auf lange Sicht geändert werden, andernfalls seien Engpässe nicht auszuschließen.

"Wenn so etwas noch einmal passiert, und es wird immer wieder passieren, dann stehen wir sonst wieder da und haben kein Material."

(om)

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