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Bild: imago

Edeka-Eklat um respektlose Mutter an Fleischtheke – jetzt wehren sich die Verkäuferinnen

Was in einem Edeka-Markt im bayerischen Lichtenfels vor wenigen Tagen geschehen ist, bewegt Deutschland. Es geht um Fragen des Respekts, um den Umgang miteinander in der Gesellschaft – und um Arroganz von Menschen, die sich offenbar besser fühlen als andere.

Eine Mutter hatte ihrer offenbar nicht sehr lernwilligen Tochter an der Fleischtheke von Edeka angekündigt: Sie werde später auch einmal im Supermarkt Fleisch verkaufen müssen, würde sie sich nicht mehr in der Schule anstrengen. Edeka wehrte sich in einem Facebook-Post gegen die respektlose Mutter.

In der Nachricht der Edeka-Filiale heißt es:

"Dem können wir nicht zustimmen! Wenn Ihr Kind weiterhin nichts lernt, dann steht es in der Schlange am Arbeitsamt."

In den Filialen der Edeka-Kette würden nur gut ausgebildete Fachkräfte mit Schulabschluss und abgeschlossener Berufsausbildung arbeiten, heißt es weiter. Viele hätten mittlere Reife, manche auch Abitur.

Edeka weiter:

"Und solange Menschen wie Sie mit dem Finger auf Menschen wie uns zeigen, macht es auch keinen Sinn, Ihnen zu erklären, dass ein Meistertitel soviel Wert ist wie ein Studium und eine duale Ausbildung weltweit mehr zählt als ein Abitur."

Am Ende des Posts wendet sich Edeka direkt an die Mutter:

"Und jetzt für Sie nochmal ganz persönlich: Einen Abschluss in Empathie und Menschlichkeit, Respekt und Wertschätzung erhält Ihr Kind nicht in der Schule – aber das erledigen wir später gerne für Sie. Falls Ihr Kind doch den Abschluss schafft. Und mit etwas Glück vielleicht dann doch hinter unserer Fleischtheke steht und eine Ausbildung macht. Und Menschen wie Sie dann trotzdem mit einem lächeln bedient. Da es gelernt hat, dass jeder Mensch Respekt verdient hat. Auch wenn es manchmal etwas schwerer fällt!"

Bei den Nutzern auf Facebook kam der Post gut an. Bis zum Samstag wurde der Post bereits über 100.000 Mal geliked und fast 50.000 Mal geteilt.

Jetzt wehren sich die Verkäuferinnen:

Linda Goldfuß und Sigrun Tröbs arbeiten in der besagten Edeka-Filiale. Sie sagten "Bild", dass sie beide sprachlos waren, als die die Aussage der Mutter hörten.

"Ich war geschockt und musste erst mal schlucken. (...) Ich arbeite seit fast 40 Jahren in dem Beruf, den ich sehr liebe. Diese Frau (...) weiß offenbar nicht, was wir täglich leisten und was wir wissen müssen."

Silke Tröbs Bild

Reaktionen auf den Wut-Post des Edeka-Chefs

Die Reaktionen auf den Post fielen durchweg positiv aus.

Ein User schreibt:

"Ein Hoch auf den Chef, der so hinter und für seine Mitarbeiter steht! Da könnten sich andere Chefs eine riesengroße Scheibe abschneiden."

Eine Nutzerin freut sich:

"Ich bin stolz darauf eine von diesen Fleischereifachverkäuferinen sein zu dürfen,Danke EDEKA Werner-Lebensmittelkompetenz am Obermain😇"

Eine Userin kommentiert:

"Sehr gut 👍Meinen Respekt an den Schreiber 👏Jeder Beruf ist wichtig!!!!!Und wenn es Metzger und Bäcker( und all die anderen Verkäufer, oder Handwerker) nicht gäbe, könnte kein "Dr." irgend etwas kaufen!!!!"

Hier der ganze Post zum Nachlesen:

(hd)

Diese 16 Bilder zeigen, wie blöd unsere Gesellschaft doch manchmal ist

Sag mir nicht, dass ich nicht nachhaltig genug lebe

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ober Vollpfosten 31.05.2019 08:24
    Highlight Highlight Leider sollte man es real betrachten wodurch die Mutter zwar Respektlos erscheint aber etwas wahres symbolisiert.

    Solang nicht Jede Tätigkeit mit gleichen Lohn wie Respekt gezollt wird, solang ist es fragwürdig wenn für Berufe mit relativ geringen Einkommen geworben wird wieviel Qualifikation benötigt wird.

    • Chaot 03.06.2019 07:04
      Highlight Highlight Ich habe auch im Einzelhandel gelernt und konnte mich nicht über die Bezahlung beschweren! Einen Stundenlohn von über € 20,- als "gering" zu bezeichnen, finde ich schon ziemlich daneben!
    • ZweiundVierzig 04.06.2019 17:23
      Highlight Highlight Ober Vollpfosten - denk mal genau nach - wir zahlen allen den selben Stundenlohn. Woher kommt das Geld?
      Senken wir alle Gehälter oder heben wir sie alle an?
      Wenn wir alle senken, kann keiner mehr die teuren Waren und Dienstleistungen kaufen und diese Jobs fallen weg.
      Heben wir alle an, muss automatisch auf alle Waren und Dienstleistungen dieser zusätzlichen Aufpreis aufgeschlagen werden und damit kommen wir wieder zu dem selben Effekt wie beim Senken.
      Defacto muss es immer eine "Ungleichheit" geben, die keine Ungerechtigkeit ist, da ja jeder den besser bezahlten Job machen könnte.
  • ZweiundVierzig 30.05.2019 12:25
    Highlight Highlight Aber, aber die Mutter will doch, dass ihre Tochter "Influencer", "Youtube-Star" oder sogar "Genderforscherin" wird - was ist dagegen schon eine Fleischerreifachverkäuferin?

    Mal Ernst beiseite - EDEKA hat endlich mal den A... in der Hose einem Kunden die Meinung zu sagen - super.

    Trotzdem hat die Mutter nicht Unrecht, weil die Generation b.R. (before Rezo) Leistung nicht mehr gewohnt ist. Teilnehmerurkunden bei der Kinderolympiade und keine Noten wegen Traumatisierungsgefahr.
    Finde ich gut - so ist mein Job (und der meiner leistungswilligen Kinder) noch lange Jahre sicher...

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