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IHK-Betrug: Verbraucherzentrale warnt Kunden vor gemeiner Phishing-Masche

ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht vom 19. September 2022: Daten bestätigen, sonst Bahncard-Sperre? Solchen Phishing-Märchen sollte man keinen Glauben schenken und entsprechende Mails gleich lösc ...
Das Internet ist für Kriminelle ein Betrugs-Spielplatz.Bild: dpa-tmn/Zacharie Scheurer
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Verbraucherzentrale warnt vor Betrug im Namen der IHK

25.05.2024, 15:52
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Das Internet bietet unzählige Möglichkeiten, aber auch zahlreiche Gefahren. Besonders bedrohlich sind dabei Betrugsversuche wie Phishing, die darauf abzielen, an persönliche und sensible Daten zu gelangen. Bei Phishing-Angriffen geben sich Betrüger:innen oft als vertrauenswürdige Institutionen aus, um ihre Opfer zur Preisgabe von Informationen zu verleiten. Kürzlich warnte die Verbraucherzentrale vor einer neuen Phishing-Welle.

Verbraucherzentrale warnt vor neuer Betrugsmasche

Zum Ende der Woche hat die Verbraucherzentrale Meldungen über betrügerische E-Mails erhalten, die im Namen der IHK verschickt werden. Diese Mails tragen den alarmierenden Betreff "Dringende Bitte: Aktualisieren Sie Ihre Daten bei der IHK, um eine Deaktivierung zu vermeiden".

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Selbst der Polizei sind in den meisten Fällen bei Phishing die Hände gebunden.Bild: dpa / Julian Stratenschulte

Der Inhalt der Nachricht beginnt laut Verbraucherzentrale mit einer unpersönlichen Anrede und behauptet, dass die Kontaktdaten im System nicht korrekt aktualisiert seien. Es wird weiter erklärt, dass alle deutschen Unternehmen gesetzlich verpflichtet seien, die Kontaktdaten der Kundschaft auf dem neuesten Stand zu halten.

Phishing-Betrug: Kriminelle täuschen Dringlichkeit vor

Die Betrüger:innen geben vor, dass wiederholte Kontaktversuche erfolglos geblieben seien und drängen die Empfänger:innen, die Daten bis zum angeblichen Stichtag, dem 28. März, zu aktualisieren. Andernfalls würde die Geschäftsnummer des Unternehmens vorübergehend gesperrt. Um die Daten zu aktualisieren, wird dazu aufgefordert, auf einen Button mit der Aufschrift "Daten aktualisieren" zu klicken.

Die Verbraucherzentrale warnt eindringlich davor, auf diesen Button zu klicken. Über diesen versuchen die Kriminellen, an sensible Daten der Empfänger zu gelangen. Im Vergleich zu anderen Phishing-Mails fällt bei dieser Kampagne sofort auf, dass das angegebene Datum für die Datenaktualisierung längst vergangen ist. Dies ist ein klares Indiz für die Betrugsabsicht der Nachricht.

So oder so ähnlich sieht die Phishing-Mail aus.
So oder so ähnlich sieht die Phishing-Mail aus.Bild: Verbraucherzentrale

Ein weiteres auffälliges Detail ist die Unterschrift der E-Mail mit "IHK Deutschland". Eine solche Institution existiert laut der offiziellen Website der IHK nicht. Diese Unstimmigkeiten machen deutlich, dass es sich hierbei um einen betrügerischen Versuch handelt, der gezielt darauf abzielt, Vertrauen zu missbrauchen und Daten zu stehlen.

Tipps zum Schutz vor Phishing: So erkennst du Betrug

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, solche E-Mails unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben. Doch das ist nur der erste Schritt, um sich vor Phishing zu schützen. Hier sind einige Tipps des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die helfen können, nicht auf solche Betrugsversuche hereinzufallen:

  • Auf Details achten: Es ist ratsam, den Absender immer sorgfältig zu prüfen und auf Unstimmigkeiten in der E-Mail-Adresse oder der Sprache der Nachricht zu achten.
  • Misstrauen bei dringenden Aufforderungen: Skepsis ist angebracht bei E-Mails, die unter Druck setzen oder zu sofortigem Handeln auffordern. Seriöse Unternehmen verwenden solche Methoden in der Regel nicht.
  • Kein Klick auf unbekannte Links: Man sollte niemals auf Links oder Anhänge in verdächtigen E-Mails klicken. Bei Unsicherheit ist es besser, die Website des Unternehmens direkt über den Browser zu besuchen.
  • Sicherheitssoftware aktualisieren: Es ist wichtig, dass das Virenschutzprogramm immer auf dem neuesten Stand ist, um potenzielle Bedrohungen zu erkennen und zu blockieren.
  • Organisation direkt kontaktieren: Bei Zweifeln an der Echtheit einer E-Mail ist es ratsam, die Organisation direkt über offizielle Kanäle und nicht über die in der verdächtigen E-Mail angegebenen Kontaktdaten zu kontaktieren.
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Wer wachsam bleibt und diese Tipps beherzigt, kann sich effektiv gegen Phishing und andere Betrugsversuche im Internet schützen.

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