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Supermarkt-Preis-Zoff mit Kellogg's: Edeka-Händler ergreift kuriose Maßnahme

Kellogs Cerealien in einem Supermarktregal. Fruehstuecksflocken, Fruehstueckscerealien oder Zerealien sind Getreideprodukte, die mit Wasser, Fruchtsaft, Kuh- oder Pflanzenmilch aufgegossen werden und  ...
Kellogg's-Cerealien sind nicht mehr in jedem Supermarkt zu finden.Bild: imago images / Frank Hoermann / sven simon
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Preis-Zoff mit Kellogg's: Edeka-Händler geht ungewöhnlichen Schritt

11.02.2024, 08:16
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Die Preisverhandlungen zwischen Supermarkt-Ketten und Produzenten haben sich in den vergangenen Monaten des Öfteren zugespitzt. Die Ernten fallen für Landwirt:innen durch die Klimakrise immer schlechter aus. Zudem hat Russlands Angriff auf die Ukraine die europäische Wirtschaft durcheinander gewirbelt. Die so entstandene Inflation treibt die Preise in die Höhe.

Infolgedessen sind alle Parteien darauf bedacht, möglichst wenig finanzielle Einbußen zu machen und kriegen sich daher in die Haare.

Obwohl die Inflation zuletzt etwas abebbte, gibt es etwa Streit zwischen dem US-Konzern Kellanova und mehreren Supermarkt-Ketten in Deutschland. Einige von ihnen bieten daher bestimmte Kellogg's-Produkte nicht mehr an. Ein Händler verrät nun, wie kreativ er mit dem Verlust der Kellogg's-Artikel umgeht.

Für Kellogg's-Produkte: Edeka-Händler greift zu kuriosem Trick

Der Kellog's-Konzern ist unter anderem bekannt für die beliebten Stapel-Chips Pringles oder auch zahlreiche Kult-Cerealien. Er ist sich unter anderem mit Rewe und Edeka uneinig über die Preise seiner Produkte. Einige fehlen jetzt in den Regalen.

Wie die "Lebensmittel Zeitung" berichtet, werden Pringles derzeit nicht mehr bei Edeka verkauft, bei der Konkurrenz jedoch schon. Produkte wie Cornflakes, Frosties und Choco Krispies seien jedoch weder bei Edeka noch bei Rewe im Regal. Ein Nachteil für beide Parteien: Für Kellogg's sank der Absatz seiner Cerealien-Produkte dadurch dramatisch, wie es in dem Bericht heißt. Und auch die Supermärkte können den Leerstand der beliebten Frühstücks-Artikel von Kellogg's kaum auffangen.

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Denn statt zu den Eigenmarken oder den Cornflakes anderer Produzenten wie etwa Nestlé zu greifen, kaufen die Verbraucher:innen offenbar einfach generell weniger Frühstücksflocken. Wie ein anonymer Edeka-Händler der "Lebensmittel Zeitung" nun verrät, behilft er sich mit einem ungewöhnlichen Trick: Da Edeka-Märkte die Kellogg's-Cerealien nun nicht mehr selbst vom Konzern beziehen, kauft er diese einfach bei Konkurrenzmärkten:

"Ich kaufe eine Sorte anderswo ein und stelle sie bei uns ins Regal."

Unsichere Zukunft für Kellogg's-Produkte in Deutschland

Diese Geheim-Taktik ist natürlich besonders außergewöhnlich, da die Preise für die Händler in anderen Supermärkten nicht so niedrig sind wie bei den Produzenten selbst. Ob der Edeka-Marktleiter also ein gutes Geschäft mit seiner Strategie macht, bleibt anzuzweifeln. Dafür müsste er die Kellogg's-Produkte wohl günstig in anderen Supermärkten oder bei Discountern einkaufen und sie für einen höheren Preis im eigenen Markt anbieten.

Was vielen Kellogg's-Liebhaber:innen nicht schmecken dürfte: Kellanovas Zukunft auf dem deutschen Markt bleibt derweil generell unsicher. Das Geschäft für Kellanova läuft in Deutschland einfach nicht gut, die Umsätze sind infolge des Streits mit Rewe und Edeka eingebrochen und konnten sich kaum erholen.

Ein Ende der Auseinandersetzungen ist laut "Lebensmittel Zeitung" jedoch nicht in Sicht. Im Gegenteil: Das Branchenblatt schreibt von verhärteten Fronten zwischen den Parteien. Demnach gibt es sogar, "Spekulationen, dass der Konzern seinen Fokus zunehmend vom Deutschlandgeschäft abwendet." Ob das ein Ende der Kellogg's-Cerealien und Pringles hierzulande bedeuten könnte, bleibt indes offen.

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