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Mpox auf dem Vormarsch in Berlin: Wann droht die Infektion mit "Affenpocken"?

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Die Zahl der an Mpox erkrankten Menschen in Berlin ist in den letzten Wochen rapide gestiegen. Bild: National Institute of Allergy an / -
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Mpox in Berlin auf dem Vormarsch: Wann droht die Infektion mit den "Affenpocken"?

31.10.2023, 20:47
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Die Zahl der nachweislich an Mpox erkrankten Menschen in Berlin ist in den vergangenen Wochen erneut deutlich angewachsen. Seit der letzten Juli-Woche seien 35 Erkrankungen der ehemals Affenpocken genannten Krankheit gemeldet worden, 25 davon binnen der letzten zweieinhalb Wochen. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) auf Anfrage der dpa mit.

Was dabei auffällt: Die meisten Virusinfektionen treten mit Abstand in Berlin auf, alle anderen Bundesländer verzeichnen keine oder lediglich Einzelfälle von Mpox. Das geht aus einer Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

ARCHIV - 14.07.2022, Bayern, M�nchen: Ein Mitarbeiter impft im �Klinikum rechts der Isar� einen Mann mit dem Impfstoff von Bavarian Nordic (Imvanex/Jynneos) gegen Affenpocken. (zu dpa �Keine Affenpock ...
Eine Impfung soll vor der Mpox-Infektion schützen.Bild: dpa / Sven Hoppe

Warum die Fallzahlen nach monatelanger Stagnation plötzlich wieder schneller steigen, ist noch unklar. Laut dem infektionsepidemiologischen Wochenbericht des Lagesos sei allerdings von einem anhaltenden Infektionsgeschehen auszugehen. Ein Einfluss einzelner Veranstaltungen könne nicht ausgeschlossen werden, dies lasse sich anhand bislang vorliegender Ermittlungsergebnisse allerdings nicht klar bestätigen.

Bläschen und Pusteln auf der Haut: Das sind die auffälligsten Mpox-Symptome

Eine kleine Entwarnung gibt es aber: Es gebe keine Anhaltspunkte für eine verminderte Wirkung oder Effektivität der Impfung, auch eine genetische Veränderung des Virus, die die Immunabwehr beeinflussen könnte, sei nicht ersichtlich.

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Erste Krankheitszeichen für Mpox können Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten sein, wie der Infektionsschutz auf seiner Website berichtet. Weitaus auffälliger und eindeutiger ist allerdings ein Hautausschlag in Form von Flecken und Pusteln, die mit der Zeit verkrusten und abfallen.

In der Regel tritt der Hautausschlag vor allem im Gesicht, auf Handflächen und den Fußsohlen auf. Die Haut- und Schleimhautveränderungen können aber auch an und im Mund, den Genitalien, Anus und Augen gefunden werden. Normalerweise halten die Krankheitssymptome zwischen zwei und vier Wochen an und verschwinden dann in den meisten Fällen ohne Behandlung von selbst.

Mpox-Virus: Wann droht eine Infektion?

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren allen voran Männer von einer Ansteckung betroffen, die Sex mit anderen Männern haben. Mpox-Viren werden hauptsächlich durch engen Körperkontakt übertragen.

Denn in den Pocken, den für Mpox typischen Hautbläschen und Pusteln, befinden sich besonders hohe Virusmengen. Bei Hautkontakt oder dem Kontakt von Schleimhäuten ist so eine Ansteckung möglich. Bei Geschwüren oder Wunden im Mund kann das Virus auch über den Speichel übertragen werden. Ob die Viren auch über Sperma oder Vaginalsekret verbreitet werden können, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt, scheint aber möglich.

ARCHIV - 25.05.2022, Belgien, ---: Das vom Institute of Tropical Medicine Antwerp zur Verf�gung gestellte Foto zeigt Hautsymptome von Affenpocken-Patienten. (Bestm�gliche Bildqualit�t) Die Zahl der Af ...
Das sind die typischen Bläschen und Pusteln, die bei einer Mpox-Infektion auftreten.Bild: Institute of Tropical Medicine, / -

Sobald erste Krankheitszeichen auftreten, ist eine Ansteckung allerdings auch durch Tröpfchen in der Atemluft oder Speicheltröpfchen möglich.

Wie die WHO kürzlich berichtete, stiegen die Fallzahlen von Mpox im Spätsommer neben Deutschland auch in einigen anderen europäischen Regionen deutlich an: 229 Fälle seien im September gemeldet worden – das ist eine Zunahme um 660 Prozent im Vergleich zum August. Besonders viele Infektionen gab es in Portugal, Spanien, dem Vereinigten Königreich, Deutschland und Irland.

Die WHO hatte wegen Mpox vergangenes Jahr einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Dieser wurde im Mai 2023 beendet, nachdem die Fallzahlen deutlich gesunken waren.

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