Das Logo der neuen russischen Fast-Food-Kette "Onkel Wanja" erinnert stark an das seines amerikanischen Vorbilds McDonald's.
Das Logo der neuen russischen Fast-Food-Kette "Onkel Wanja" erinnert stark an das seines amerikanischen Vorbilds McDonald's. screenshot

"Onkel Wanja": Das ist der McDonald's-Klon des Kremls

20.03.2022, 15:38

In Russland soll statt McDonald's bald "Onkel Wanja" den Hunger der Menschen auf Burger und Pommes stillen. Mit der neuen russischen Fast-Food-Kette reagiert der Kreml auf die Ankündigung von McDonald's, sein Russland-Geschäft in Folge des russischen Krieges in der Ukraine zu beenden.

Das Logo von "Onkel Wanja" sieht dem amerikanischen Vorbild dabei zum Verwechseln ähnlich. Es wirkt so, als habe der Designer das berühmte "Goldene M" auf rotem Hintergrund einfach um 90 Grad gedreht. So leuchtet dort jetzt ein gelbes, kyrillisches "B", das dem deutschen "W" entspricht.

Der Name der neuen Fast-Food-Kette erinnert an das gleichnamige Buch des russischen Autors Anton Pawlowitsch Tschechow. Das Werk gilt in Russland als Klassiker. Mit dem patriotischen Namen will der Kreml wohl an den Nationalstolz des Landes appellieren.

Vier Millionen Euro Starthilfe vom Bürgermeister

Dem Nachrichtenportal n-tv zufolge wurde der Entwurf bereits am Sonntag der für geistiges Eigentum zuständigen Behörde vorgelegt. Der russische Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin hatte zuvor bereits angekündigt, dass bald die ersten "Onkel Wanja"-Filialen in Russland öffnen werden. Und Moskaus Bürgermeister Sergey Sobjanin will angeblich umgerechnet fast vier Millionen Euro verfügbar machen, um "Onkel Wanja" auf die Beine zu stellen.

Im Internet sorgten die "Onkel Wanja"-Pläne natürlich für viel Spott. Für Twitter-User @alibas76 gibt es nur eine wahre Mc-Donald's-Kopie, nämlich die "Burger World" aus der US-Zeichentrickserie "Beavis and Butthead".

Andere User machen sich Gedanken, was in den "Onkel Wanja"-Filialen wohl auf dem Menü stehen wird. In Anlehnung an bekannte russische Gerichte vermutet einer scherzhaft, dass man dort bald den "MC Borschtsch" oder den "Chicken Pelmeni" essen kann.

Besonders kreativ war auch der Twitter-User "Darth Putin". Weil sich neben McDonald's auch viele andere international agierende Unternehmen aus Russland zurückziehen, dachte er sich Namen für potenzielle russische Ableger aus. Aus Netflix wurde so "Njetflix", aus Amazon "Amazoff" und aus Spotify "Stopify".

(nik)

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