Leben
Coca Cola in einer Edeka Filiale in Hamburg 28.01.2019 *** Coca Cola in an Edeka branch in Hamburg 28 01 2019

Ein Anblick, den es bei Edeka bald nicht mehr geben könnte. Bild: imago images / Waldmüller

Coca-Cola reagiert auf Edeka-Bestellstopp

Die deutsche Supermarkt-Kette Edeka hat Streit mit dem US-Getränke-Konzern Coca-Cola. Der Grund ist eine Preiserhöhung im November 2019. Als Reaktion darauf hat Edeka seinen Filialen in mehreren Regionen einen Bestellstopp empfohlen. Nun reagiert Coca-Cola auf diese Empfehlung.

Der Getränkeriese ist nicht glücklich über die Entscheidung. Gegenüber watson erklärt ein Sprecher:

"Mit Edeka verbindet uns eine langjährige, vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit. Vor diesem Hintergrund bedauern wir sehr, dass Edeka sich entschieden hat, vorübergehend das Coca-Cola Sortiment zu reduzieren und einen Bestellstopp für einen Teil unseres Produktangebots zu verfügen." Man setze auf die Fortführung der Partnerschaft und bleibe mit Edeka im Dialog über die zukünftige Zusammenarbeit.

Der Konzern hatte vergangenen November nicht nur die Preise erhöht, sondern auch die Bedingungen für Händler angepasst. Zum Beispiel dürften Rabatte nur noch angeboten werden, wenn der Laden das gesamte Coca-Cola-Sortiment im Angebot hat. Dazu zählen neben Cola auch Sprite, Fanta oder das Mineralwasser Vio.

Bis zu 120 Produkte betroffen

Von dem empfohlenen Bestellstopp sind in einigen Edeka-Filialen offenbar bis zu 120 Produkte betroffen. In einem Schreiben von Edeka-Nord allerdings ist wohl nur etwas vage von "Unstimmigkeiten auf internationaler Ebene" sowie von "nationalen Differenzen" die Rede.

Es gibt auch Berichte, wonach nicht die Preiserhöhung, die von anderen Supermarkt-Ketten auch bestätigt wird, sondern Lagerkapazitäten und Sortimentanpassungen zu dem Bestellstopp geführt hätten.

Es ist nicht das erste Mal, dass Edeka – beziehungsweise der Einkaufsverbund Agecore, zu dem Edeka gehört – zu solchen Methoden greift. Vor etwas mehr als zwei Jahren hatte die Handelskette vorübergehend mehr als 200 Produkte von Nestlé aus dem Sortiment genommen.

Es ging damals nicht um die umstrittenen Methoden des Nahrungsmittelkonzerns, sondern ebenfalls um Lieferpreise.

(om)

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