Lebensmittel werden weiterhin teurer: Aldi hat die Preise deutlich angezogen.
Lebensmittel werden weiterhin teurer: Aldi hat die Preise deutlich angezogen.Bild: www.imago-images.de / Wassilis Aswestopoulos

Supermarkt: Preis-Explosion bei Aldi – diese Produkte sind betroffen

16.06.2022, 14:43

Die Supermarkt-Kundschaft muss sich auch weiterhin auf Preiserhöhungen einstellen. Wie die "Lebensmittel Zeitung (LZ)" berichtet, hat der Discounter Aldi bereits in den letzten Tagen weitere Preisanpassungen vorgenommen. Dabei handelt es sich vor allem um eigene Molkereiprodukte. Auch andere Produkte sind betroffen.

"Die Lieferantenpreise ziehen seit Monaten in fast allen Warengruppen an – zum Teil in deutlich zweistelligen Prozentbereichen."
Discounter Aldi

Andere Supermarkt-Ketten könnten bald nachziehen

Molkereiprodukte, Cerealien, Fleischersatzprodukte, Getränke: Die Liste der Lebensmittel, die Aldi Nord und Süd in den letzten Tagen verteuert hat, ist lang. Mal haben sowohl Aldi Nord, als auch Aldi Süd die Preise angezogen – mal nur einer der beiden Einzelhandels-Geschwister.

Produkte könnten auch bei anderen Einzelhändlern teurer werden.
Produkte könnten auch bei anderen Einzelhändlern teurer werden.Bild: blickwinkel / McPHOTO/K. Steinkamp

Laut "LZ" dauere es in der Regel nicht besonders lang, bis die Konkurrenz nachzieht. Die Kundschaft muss sich also auch auf eine Preissteigerung der Produkte bei anderen Supermarktketten einstellen. Lidl, Rewe und Penny würden üblicherweise recht schnell reagieren, Edeka und Netto sich meist noch ein paar Tage Zeit lassen, so die Zeitung.

Schuld seien Lieferantenpreise

Die "LZ" hat sich einige Produkte genauer angeschaut und festgestellt, dass Quarkprodukte und das isländische Milchprodukt Skyr den größten prozentualen Preisanstieg zu verzeichnen hat. Speisequark mit 40 Prozent Fettanteil und Quarkcreme mit Schoko beispielsweise sollen sich preislich um fast 68 Prozent erhöht haben, von 59 auf 99 Cent.

Für das isländische Milchprodukt Skyr muss an der Kasse mehr Geld hingelegt werden.
Für das isländische Milchprodukt Skyr muss an der Kasse mehr Geld hingelegt werden.Bild: Ute Grabowsky / Photothek.net / Ute Grabowsky / photothek.net

Vonseiten des Discounters Aldi heißt es gegenüber "LZ": "Die Lieferantenpreise ziehen seit Monaten in fast allen Warengruppen an – zum Teil in deutlich zweistelligen Prozentbereichen." Deshalb müsse der Handel die Preise anziehen. Weiter heißt es: "Unsere Margen erhöhen sich im Zuge der Preisanpassungen nicht – im Gegenteil: Wir prüfen sehr genau, wo es weitere Effizienzvorteile gibt, um unseren Kundinnen und Kunden Preisvorteile zu bieten." Abwenden konnte Aldi die weiteren Preissteigerungen jedoch nicht.

Auch Markenprodukte sind teurer geworden

Doch nicht nur Eigenmarken schocken mit den neuen höheren Preisen. Auch für Markenprodukte muss die Kundschaft mehr Geld ausgeben. Schon zuvor wurden die Preise bei diesen angezogen. Auch hier in erster Linie betroffen: Molkereiprodukte. Der Monte-Maxi von Zott kostet zum Beispiel 2,49, statt 1,99 Euro, Fruchtzwerge wurden von 1,59 auf 1,79 Euro erhöht.

Auffällig ist auch, dass der Discounter Lidl sich mehr traut, auch unabhängig von Aldi die Preise zu erhöhen. So hat zum Beispiel Lidl den Preis für Pepsi in der 1,5 Liter-Flasche auf 1,19 Euro gesetzt. Aldi Nord ist noch bei 99 Cent geblieben. In der Regel ist es sonst Aldi, der die Preise angibt.

(and)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Chaos, Personalmängel und Flug-Ausfälle: Sorgen wir uns zurecht um unseren Sommerurlaub?

Deutschland reist wieder. Nach zwei Jahren Corona sind die Flughäfen in diesem Sommer wieder vom Geräusch rollender Koffer erfüllt. Das bestätigte am Dienstag auch der Branchenverband deutscher Verkehrsflughäfen ADV: Mit 15,8 Millionen Passagieren waren es knapp fünf mal so viele wie noch im Mai. Doch das könnte zum Problem für die Luftfahrt werden, denn Flughäfen und Airlines fehlt europaweit Personal. Ausgedünnte Flugpläne und Verspätungen sind die Folgen und werden vermehrt in den Sommerferien erwartet.

Zur Story