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Supermarkt: Süßstoff von beliebten Getränken "möglicherweise krebserregend"

Coca Cola , Fanta , Pepsi . Getranke verkauf in ein REWE Supermarket during the Light Lockdown of the Covid 19 Coronavirus Pandemie in Nurnberg , Bayern , Deutschland . March 11 , 2021.
Der bewertete Stoff soll vor allem in Light-Getränken zu finden sein.Bild: imago images/IPA Photo
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Supermarkt: Beliebte Getränke sollen "möglicherweise krebserregend" sein

14.07.2023, 14:31
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Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC), eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hat den Süßstoff Aspartam als "möglicherweise krebserregend für den Menschen" eingestuft. Eine Nachricht, die Verbraucher:innen beunruhigen könnte, denn der Süßstoff findet sich in ganz verschiedenen Produkten.

PRODUKTION - 12.07.2023, Sachsen, Leipzig: Ein L�ffel mit zwei S��stofftabletten ist �ber einer Tasse Kaffee zu sehen. Ein h�ufig in Softdrinks, Joghurt und Kaugummi eingesetzter S��stoff kann laut ei ...
Ein häufig eingesetzter Süßstoff soll "möglicherweise krebserregend" sein.Bild: dpa / Hendrik Schmidt

Er kann in zuckerfreien Kaugummis enthalten sein. In Backwaren, Milchprodukten oder Frühstücksflocken. Aber auch in Instantkaffee, Pudding und Fertiggerichten. Vor allem aber: in Light-Getränken – zum Beispiel Limo oder Cola.

WHO rät zu etwas Mäßigung beim Konsum

Die WHO stellte in Genf die Ergebnisse von zwei Arbeitsgruppen vor, die den Forschungsstand zu Aspartam auswerteten. Die Arbeitsgruppe IARC habe Aspartam als "möglicherweise krebserregend für den Menschen" eingestuft, erklärte die WHO nun. Auf gänzlichen Verzicht müssen sich Cola-Fans aber wohl nicht einstellen. Francesco Branca, Direktor für Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit, sagte am Freitag in Genf:

"Wir raten Unternehmen nicht dazu, ihre Produkte zurückzurufen, und wir raten Verbrauchern auch nicht, den Konsum komplett einzustellen."

Er fügte aber hinzu: "Wir raten nur zu etwas Mäßigung." Die erlaubte Tagesdosis bleibe gleich.

Sachverständigenausschuss: Problem nur bei hohem Konsum

Aspartam sei von der IARC aufgrund der begrenzten Beweise für das hepatozelluläre Karzinom, eine Form von Leberkrebs, in die Kategorie Gruppe 2B eingeordnet worden, hieß es. Auch bei Versuchstieren habe es nur begrenzte Beweise für Krebs gegeben. In der Gruppe 2B seien auch Aloe-Vera-Extrakte und die in Kaffee und Tee enthaltene Kaffeesäure enthalten, sagte Paul Pharoah, Professor für Krebsepidemiologie, am Cedars-Sinai-Krankenhaus in Los Angeles.

Die breite Öffentlichkeit müsse sich bei einer Chemikalie, die der Gruppe 2B zugeordnet werde, keine Sorgen über das Krebsrisiko machen, sagte Pharoah.

Eine zweite Arbeitsgruppe, ein von der WHO und der UN-Lebensmittelbehörde FAO gebildeter Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe (JECFA), kam zu dem Ergebnis: Aufgrund der vorliegenden Daten bestünde kein Anlass zur Änderung der zulässigen Tagesdosis.

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Sie liegt seit 1981 bei maximal 40 Milligramm Aspartam pro Kilogramm Körpergewicht. Da eine Dose Softdrink zwischen 200 oder 300 Milligramm Aspartam-Süßstoff enthält, müsste ein 70 Kilogramm schwerer Mensch mehr als neun und bis zu 14 Dosen trinken, um über die zulässige Tagesdosis zu kommen, vorausgesetzt, es werden keine weiteren Lebensmittel mit Aspartam konsumiert. "Das Problem liegt bei Verbrauchern mit hohem Konsum", sagte Branca. Wer nur hin und wieder eine Diätlimo trinke, müsse sich keine Sorgen machen.

(Mit Material von afp)

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