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Menstruationsprodukte sollen in Neuseeland teilweise umbenannt werden. Bild: E+/Getty Images / supersizer

Was Supermarkt-Kette mit Tampons und Binden vorhat

In Neuseeland will die Supermarktkette Countdown künftig auf euphemistische Begriffe zur Beschreibung von Menstruationsprodukten verzichten. Wie die britische Zeitung "The Guardian" berichtet, sollen Begriffe wie "sanitär" oder "weibliche Hygiene" verschwinden und durch das Wort "Periode" ersetzt werden.

"Wörter wie 'persönliche Hygiene' und 'Hygieneartikel' erwecken den Eindruck, dass die Periode, die ein ganz natürlicher Bestandteil des Lebens ist, etwas ist, dass man verstecken muss, oder dass sie unhygienisch ist", zitiert der "Guardian" Kiri Hannifin, eine Vertreterin der Supermarktkette.

"Das ist absolut nicht der Fall und wir können etwas dazu beitragen, diese Sichtweise zu verändern."

Kiri Hannifin

Auf der Online-Plattform des Unternehmens seien die Veränderungen in den Produktbezeichnungen bereits vorgenommen worden. Produkte, die zuvor als "Intimhygiene" gelistet wurden, fallen nun unter die Kategorie "Genitalwäsche und -tücher".

Sarah Mikkelsen, Mitgründerin der Organisation The Period Place, begrüßte im "Guardian" die Aktion und sagte, sie sei "überrascht und aufgeregt." Der Ansatz, einen Bezug zur Sprache herzustellen sei momentan sehr politisch.

Sie betont:

"Es ist sehr cool und inspirierend zu sehen, dass ein großes Unternehmen auf den Zug aufspringt, obwohl sie gar nicht darum gebeten wurden."

Sarah Mikkelsen

Die Änderung kommt nach einem Beschluss der neuseeländischen Regierung, Menstruationsprodukte in Schulen für Mädchen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Damit soll verhindert werden, dass Schülerinnen während der Periode zu Hause bleiben, weil sie sich Menstruationsprodukte nicht leisten können.

(lau)

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