Wie die Affen auf dem Schleifstein: In Lopburi sind drei Primaten-Gangs für viele Einwohner ein Problem geworden.
Wie die Affen auf dem Schleifstein: In Lopburi sind drei Primaten-Gangs für viele Einwohner ein Problem geworden.
Bild: www.imago-images.de / Chaiwat Subprasom

Thailändische Touristen-Stadt kämpft mit Affenplage

15.10.2020, 14:10

Die kleine thailändische Stadt Lopburi hat ein Problem. Tausende Affen terrorisieren die Bewohner der bei Touristen beliebten Stadt. Sie dringen in Häuser und Geschäfte ein, um Waren zu stehlen, zerstören alles, von Autoscheibenwischern bis hin zu Hausscheiben, und hinterlassen Müllspuren.

Dahinter steckt zum einen ein starker Anstieg der Population der Affen. Etwa 4500 von ihnen leben in und um Lopburi. Die Coronavirus-Pandemie hat das schon länger bestehende Problem zusätzlich verschärft: Da Thailand derzeit für internationale Touristen gesperrt ist, müssen sich die Affen – früher an die täglichen Fütterungen gewöhnt – nun mit dem begnügen, was die Einwohner und einheimische Wochenendtouristen ihnen zu essen geben.

Dies hat zu mehr Konfrontationen als üblich geführt, darunter im März sogar zu einem "Bandenkrieg", von dem viele Videos im Netz die Runde machten. Es gebe drei Gangs bei den Affen, erklärt Manus Wimuktipan, Sekretär der Lopburi-Affenstiftung gegenüber CNN. "Neben diesen drei Hauptbanden gibt es mehrere kleine Gruppen, die über die Stadt verstreut sind. Jede Gruppe schützt ihr Territorium mit aller Härte." Zum Leidwesen der Bewohner.

Affen sind auf den Geschmack gekommen

Ein weiterer Teil des Problems scheint auch zu sein, dass die Affen offenbar ihre Ernährungsgewohnheiten geändert haben. "Sie haben begonnen, an Mülltonnen in Geschäften und Kaufhäusern zu warten, wo die Menschen all diese schmackhaften Lebensmittel und Snacks wegwerfen", sagt Wimuktipan weiter.

"Sie sind süchtig nach menschlicher Nahrung geworden."
Manus Wimuktipan

Die zuckerhaltigen Nahrungsmittel führten außerdem dazu, dass sich die Affen schneller vermehrten. Aufgrund der begrenzten Menge an Nahrung, die sie in der Natur fänden, könnten sie eigentlich nur einmal im Jahr gebären. "Aber Stadtaffen konsumieren ständig Nahrung, und deshalb können sie zweimal im Jahr Junge bekommen", verrät Narongporn Doodduem, Regionaldirektor der thailändischen Behörde für Nationalparks und Wildtiere, gegenüber CNN.

Nicht alle fühlen sich von den Affen gestört

Um dem entgegenzusteuern, hat die Region kürzlich eine große Sterilisierungsaktion gestartet, um das Bevölkerungswachstum der Affen einzudämmen. Aber nicht allen in Lopburi fällt es schwer, mit den Affen auszukommen. Die Mitarbeiter eines Autozubehörladens gegenüber dem "Affentempel" erklärten CNN, sie hätten gelernt, sich anzupassen, und sie begrüßten die Anwesenheit der Affen sogar: "Wir haben ihnen ihren Lebensraum weggenommen, deshalb besteht das Problem weiter", erklärt einer.

(om)

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