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Heinz von Sayn-Wittgenstein bei Promis auf Hartz IV

Heinz von Sayn-Wittgenstein hält nicht allzu viel von Hartz-IV-Empfängern, wie er unmissverständlich mitteilt. Bild: rtl 2

"Promis auf Hartz IV": Millionär teilt hart gegen Hartz-IV-Empfänger aus

Das Leben mit Arbeitslosengeld II ist kein Zuckerschlecken. Das müssen auch die Promis in der RTL-2-Sendung "Promis auf Hartz IV" erleben. Vor allem Millionär Heinz von Sayn-Wittgenstein leidet bereits nach nur gut einer Woche auf dem Hartz-IV-Campingplatz.

Ihn hat es aber auch besonders hart getroffen: Statt im Wohnwagen bei seiner Freundin Sylwia (46) haust er mittlerweile in einem kleinen Zelt. Freiwillig. Denn Sylwias Teenie-Kinder sind zu Besuch. Fürstlich ist definitiv anders. Da hilft nur eine Zigarette am Morgen.

Und genau die Glimmstängel haben dem Millionär in seiner Hartz-IV-Zeit schon so einige Schwierigkeiten eingebracht – Strafzahlungen wegen unerlaubten Rauchens in einem Mietwagen inklusive. Aber diesen kleinen Luxus lässt sich der 65-Jährige nicht nehmen.

Was ist "Promis auf Hartz IV"?

Bei dem Sozialexperiment von RTL 2 probieren Adlige wie Heinz von Seyn-Wittgenstein, Prinz Mario zu Schaumburg-Lippe oder C-Promis wie Matthias Mangiapane die Existenz in Armut aus: Drei Wochen lang leben sie wie Hartz-IV-Empfänger. Die einen müssen in Sozialwohnungen leben, die anderen im Wohnwagen – und das auch noch mit wenigen hundert Euro zum Leben, so wie es der Hartz-IV-Satz vorsieht.

Sayn-Wittgenstein meckert über Hartz-IV-Empfänger

Apropos Luxus: Die Patchwork-Familie gönnt sich zur Abwechslung mal eine Auszeit am See des Campingplatzes – und dabei holt Heinz zu einem gewagten Rundumschlag aus.

Den Kindern seiner polnischen Freundin erklärt er, wie das deutsche Sozialsystem funktioniert. "Sowas gibt es in Polen nicht. Wenn du in Deutschland nicht arbeitest, bekommst du Geld vom Staat", berichtet er den Teenies.

Heinz verkündet weiter:

"Es gibt Menschen, die sind krank. Aber ein großer Teil will nicht arbeiten, weil sie vom Staat Hartz IV bekommen. Und die Leute werden motiviert, nichts zu tun. Das kann's nicht sein."

Angesichts dieser gewagten Aussagen rechnet der Millionär bereits mit einem Shitstorm.

Aber bislang bleibt das riesige Gemecker im Netz aus. Stattdessen erntet der Fürst Häme. Denn bei seinem Arbeitseinsatz auf einem Bio-Hof – dem Millionär bleibt auch nichts erspart – muss Heinz in eine Latzhose schlüpfen. Eine Premiere. Nur leider weiß er nicht, wo vorne und hinten ist.

Auf Twitter sorgt das für Belustigung:

Aber immerhin: Nach den Startschwierigkeiten schlägt sich Heinz an seinem unentgeltlichen Probearbeitstag auf dem Zuckerrübenfeld erstaunlich gut und wirkt sogar motiviert. Da gibts sogar Lob vom Bio-Bauern und Freundin Sylwia. Ob sich die beiden allerdings auch bei Stallarbeit genauso gut schlagen, wird sich noch zeigen…

(jei)

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  • wirdsonix 09.01.2020 18:14
    Highlight Highlight Im Moment findet jeder Handwerker, jede willige Verkäuferin einen Platz. "Sicherer" ist Hartz-IV. Das Geld kommt auf jeden Fall - jeden Monat.
  • Dorian 07.01.2020 15:47
    Highlight Highlight Aber ein großer Teil will nicht arbeiten, weil sie vom Staat Hartz IV bekommen.... Und die Millionäre, diese faulen Säcke können das Wort "Arbeit" gar nicht schreiben. Soll sich doch dieser Wittgenstein mal auf den Bock setzen, bis ihm der A... wund wird, dann kann er wenigstens mal sagen : " Ich hab´ mir mein Geld im Angesicht des Schweisses verdient!" Aber mit geschenkten Milliönchen kann man die Fr... besser aufreissen!
    • Bones 09.01.2020 08:10
      Highlight Highlight Der große Teil bekommt die falschen Anreize, weil die Maßnahmen, die zu einer Arbeit führen sollen, im Endeffekt zu nichts nutze sind.
      Ich war im August 2018 in einer solchen. Mir und anderen wurde zum gefühlt hundertsten Mal erklärt, wie eine Bewerbung auszusehen hat und wie die Internetnutzung funktioniert.
      Du lieber Himmel, wir alle in dem Raum besitzen zuhause Internet und haben Kinder, die zwecks Praktika Bewerbungen schreiben mussten.
      Man hat das Gefühl, die Jobcenter schauen sich die Fähigkeiten ihrer "Kunden" nicht an, sondern würfeln, wer an diesen Veranstaltungen teilnehmen muss.

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