Links die bekannteste Zecken-Art, der gemeine Holzbock. Auf der rechten Seite siehst du eine ausgewachsene Hyalomma-Zecke. 
Links die bekannteste Zecken-Art, der gemeine Holzbock. Auf der rechten Seite siehst du eine ausgewachsene Hyalomma-Zecke. 
Lidia Chitimia-Dobler/imb/zvg 

Forscher entdecken 2 Zentimeter große neue Zecken-Art in Deutschland

15.08.2018, 10:2315.08.2018, 15:30

Die Hyalomma-Zecken können bis zu zwei Zentimeter groß werden, und saugen ihr Blut auch aus Menschen. Brisant: Die Zeckentiere können auch Krankheiten übertragen. 

  • In Niedersachsen und Hessen registrierten Wissenschaftler in diesem Jahr insgesamt sieben Exemplare der Gattung Hyalomma, wie die Mitarbeiter der Universität Hohenheim und des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr in München am Dienstag mitteilten.
  • Die Tiere sind nicht nur wesentlich größer als der hiesige Gemeine Holzbock, sie können auch Erreger anderer Krankheiten übertragen.
  • In einem Tier fanden die Forscher Rickettsia-Bakterien, die das Zecken-Fleckfieber auslösen. Es führt beim Menschen zu Hautveränderungen und Fieber.
Was passiert, wenn mich eine Hyalomma-Zecke beißt?
Beim Menschen löst der Zeckenbiss grippeähnlicnhe Symptome aus, d.h.: 

- Fieber, Muskel- und Gliederschmerzen
- neurologische und gastrointestinale Beschwerden
- typisch sind auch Gesichtsrötungen, Übelkeit, Bindehaut- und Rachenrötungen
- manche Menschen bekommen auch schwere Blutungen
- bis zu 30 Prozent der Erkrankten sterben, meistens in der zweiten Krankheitswoche. Die Todesursache ist ein Multiorganversagen.

Die normale Zeckenimpfung schützt dich nicht und einen zugelassenen Impfstoff gibt es bislang auch noch nicht. 

Die in diesem Jahr an Pferden und Schafen gefundenen Zecken gehören zu den Arten Hyalomma marginatum und Hyalomma rufipes. Sie können Erreger diverser Krankheiten übertragen, darunter den viralen Verursacher des Krim-Kongo-Fiebers. Die Hyalomma-Zecken gelangen nach Vermutung der Experten über Vögel nach Deutschland.

Was sind das für Tierchen?
Die an trockene Hitze gewöhnten Zecken, die sonst in Afrika, Asien und Südeuropa leben, fühlten sich bei der derzeitigen Witterung in Deutschland sehr wohl, betonen die Wissenschaftler. "Wir gehen davon aus, dass wir mit immer mehr tropischen Zeckenarten in Deutschland rechnen müssen, die sich durch gute Wetterbedingungen hier ansiedeln können", sagte die Parasitologin Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim bei Stuttgart. Zuvor habe man erst zwei Mal einzelne Hyalomma-Zecken in Deutschland entdeckt, in den Jahren 2015 und 2017.

(pb/dpa)

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