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Italien-Urlaub: Badeort La Pelosa pocht auf kuriose Strandregel

Aerial view of beautiful beach with white sand, colorful umbrellas, swimming people in blue sea at summer sunny day. La Pelosa beach, Sardinia, Italy. Top drone view of sandy beach, transparent water  ...
Am Strand von La Pelosa auf Sardinien gibt es einiges zu beachten.Bild: IMAGO images /Pond5 Images
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Urlaub in Italien: Beliebter Badeort pocht auf kuriose Strandregel – hohe Strafen drohen

06.06.2024, 08:52
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Viele Urlaubsregionen der Welt haben ein zwiespältiges Verhältnis zum Tourismus. Auf der einen Seite garantiert er vielen Menschen vor Ort Jobs und oft auch mehr Wohlstand. Von der gesteigerten Sichtbarkeit können zudem die Regionen profitieren, denn nicht selten gehen damit Investitionen und Zuwanderung einher.

Allerdings hat der Tourismus auch seine Schattenseiten. Das Stadtbild verändert sich, in der Regel steigen die Preise vor Ort und auch die Umwelt wird in Mitleidenschaft gezogen. Neben dem Müll, den viele Tourist:innen hinterlassen, nimmt auch der Verkehr zu.

Und weil gerade die schönsten Ecken einer Region die meisten Menschen anlocken, leiden diese Orte am meisten unter dem Ansturm.

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Auch auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien kennt man die zwei Seiten des Tourismus nur allzu gut. An einem der beeindruckendsten Strände der Insel, La Pelosa, greifen die Behörden deshalb hart durch.

Gegenüber watson berichtet eine Urlauberin von vor Ort über die strengen Maßnahmen und ihre Folgen.

La Pelosa auf Sardinien: Strenge Regeln für Urlauber

Schon ein Blick auf die Website von La Pelosa zeigt, dass Urlauber:innen hier einiges beachten sollten. Es ist nämlich verboten, Muscheln, Steine oder auch Sand mitzunehmen, Abfälle zu hinterlassen oder auch Shampoo zu benutzen.

Zudem muss man sich seine Füße abspülen, wenn man den Strand verlässt und muss eine Matte zwischen sein Handtuch und den Strand legen. Vor allem letzteres ist eine ungewöhnliche Vorgabe, die bei vielen Urlauber:innen Fragen aufwerfen dürfte.

Auf der Website von La Pelosa werden die Urlauber:innen auf die geltenden Regeln hingewiesen.
Auf der Website von La Pelosa werden die Urlauber:innen auf die geltenden Regeln hingewiesen.bild: spiaggialapelosa.it/en

Zum Hintergrund: Der Bürgermeister von Stintino – die Gemeinde, zu der der Traumstrand gehört – hat die Matten-Regel bereits 2019 anordnen lassen. So soll vermieden werden, dass der pulvrige Sand von La Pelosa, der zu den weißesten ganz Sardiniens zählt, mehr und mehr verschwindet, weil er an den Handtüchern der Gäste hängenbleibt.

Wie ernst die Vorgaben genommen werden, wird vor Ort schnell klar.

Strandregeln in Italien: Urlauberin berichtet von strengen Kontrollen

Gegenüber watson erzählt eine Urlauberin: "Da kommt immer wieder ein grün gekleideter Mann vorbei, läuft durch die Reihen und schaut nach, ob jeder unter seinem Handtuch eine Matte hat." Wenn man eine solche nicht bereits dabei hat, könne man sie vor Ort in Strandnähe für sechs Euro kaufen. "Ohne diese Matte drohen hohe Geldstrafen", sagt die Urlauberin.

Wie hoch die Strafen potenziell sein können, verrät ein Blick auf die Homepage des Auswärtigen Amtes. Dort steht: "Auf Sardinien ist jede Art von Veränderung der Sandstrände oder die Mitnahme von Sand, Kiesel oder Quarzgestein, auch nur in kleinster Menge, gesetzlich verboten. Bei Nichtbeachtung dieser gesetzlichen Norm werden Sanktionen in Höhe von 500 bis 3000 Euro verhängt."

Unangemeldet kommt man an den begehrten Strand auch nicht. "Man muss sich im Internet für einen Tag oder auch mehrere registrieren, natürlich auch bezahlen und bekommt dann mit einem QR-Code das Eintrittsband", erzählt die Urlauberin.

Aldi schafft kostenlosen Service ab – zumindest testweise

Wer sich vor dem Einkauf im Supermarkt darüber informiert, welche Lebensmittel es gerade im Angebot gibt, kennt die Prospekte, die regelmäßig zu Hause im Briefkasten landen. Verbraucher:innen legen aber heute Wert auf Nachhaltigkeit. Wenn man die Masse an Handzetteln aus Papier betrachtet, die nach kurzer Zeit wieder im Papiermüll landen, sind sie eines sicher nicht: nachhaltig.

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