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Mallorca-Urlaub: Studie zeigt jetzt erschreckenden Tourismus-Effekt

Arenal Mallorca: Sonne, Strand und Party, 18.10.2023 *** Arenal Mallorca sun, beach and party, 18 10 2023 Copyright: xEibner-Pressefoto/JoergxNiebergax EP_JNL
Nicht alle Menschen auf Mallorca sind glücklich über die Scharen von Tourist:innen, die die Insel jedes Jahr heimsuchen.Bild: imago images / Eibner
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Mallorca-Urlaub: Neue Studie zeigt erschreckenden Tourismus-Effekt

21.11.2023, 13:12
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Wenn Deutsche ihren Urlaub planen, ist ein Ziel meistens dabei: Mallorca. Die Baleareninsel gehört zu den beliebtesten Urlaubsorten der Menschen hierzulande. Lediglich die deutsche Ost- und Nordseeküste sowie Italien sind laut Statista noch beliebter. Fast 70 Prozent aller deutschen Ankünfte auf den Balearen betreffen Mallorca, das auch deshalb oft scherzhaft als 17. Bundesland Deutschlands bezeichnet wird.

Während Urlauber:innen vor allem die Strände und die oft sommerlichen Temperaturen auf Mallorca schätzen, sind die Scharen von Tourist:innen vielen Einwohner:innen ein Dorn im Auge. Schließlich bringt der Tourismus nicht nur Geld, sondern verursacht auch Lärm, Müll und Unruhe. Eine neue Studie bringt nun einen weiteren erschreckenden Effekt ans Licht.

14.05.2022, Spanien, Palma: In der Bierstra�e am Ballermann gehen Menschen an den Bars Bierkonig und Bamboleo vorbei. Der Ballermann auf Mallorca feiert sein inoffizielles 50-j�hriges Jubil�um. Foto:  ...
Auch das Partyviertel rund um den Ballermann ist ein wahrer Magnet für Mallorca-Touristen.Bild: dpa / Clara Margais

Demnach hinterlassen Urlauber:innen auf der Insel einen fast doppelt so großen CO2-Abdruck wie die Einwohner:innen. Das geht aus einer Nachhaltigkeitsstudie hervor, die die gemeinnützige Stiftung Mallorca Preservation am Donnerstag vorgestellt hat und aus der "Mallorca Magazin" zitiert.

Um das zu veranschaulichen, rechnen die Studienmacher:innen vor, dass jede:r Tourist:in 2022 während eines achttägigen Aufenthalts durchschnittlich 11,2 Tonnen an Kohlendioxid-Emissionen verursacht hat. Wer hingegen auf Mallorca wohnt, hat demnach im gleichen Zeitraum durchschnittlich 5,8 Tonnen CO2 produziert – also 93 Prozent weniger als die Urlauber:innen. Die Studie zu Mallorca stützt sich dabei unter anderem auf Daten der Balearischen Tourismusbehörde.

Den durchschnittlichen Fußabdruck berechneten die Wissenschaftler:innen zu folgenden Anteilen: 45 Prozent Transport, 35 Prozent Energieverbrauch, 20 Prozent Müllproduktion. Während der achttägigen Verweildauer gingen sie von einem Energieverbrauch von 3,5 Kilowatt pro Stunde aus, sowie täglich ein Kilo Abfall und 200 Liter verbrauchtes Wasser.

Studie: Mallorca-Urlaub mit großen Klimafolgen

Die Studienmacher:innen veranschlagten pro Tourist:in nochmal rund 1000 Kilometer für Reisen außerhalb der Hotelanlagen. Der Untersuchung zufolge ist vor allem der CO2-Ausstoß durch das Reisen der Grund für die wesentlich schlechtere Klimabilanz der Urlauber:innen.

Dass Urlaubsreisen mit dem Flugzeug große Auswirkungen auf die Umwelt haben, dürfte niemanden mehr überraschen. Wie groß der CO2-Abdruck der Tourist:innen im Vergleich zu dem der Einwohner:innen jedoch ist, gibt manchem vielleicht zu denken. Zahlen dazu waren bislang nämlich weniger stark im kollektiven Bewusstsein.

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Aus der Studie geht auch hervor, wie groß im vergangenen Jahr die durch Menschenhand entstandene Belastung auf Mallorca war. Dafür wird ermittelt, wie viele Menschen sich pro Tag und pro Quadratkilometer auf der Insel aufgehalten haben. 2022 teilten sich auf Mallorca demnach 3309 Menschen einen Quadratkilometer. Erstmals wurde damit die 3000er-Marke geknackt.

2021 lag der Wert noch bei 2823 Menschen, was einen Anstieg von 17 Prozent bedeutet. Der vollste Tag auf Mallorca war der 5. August 2022, als insgesamt 1,4 Millionen Menschen auf der Insel waren. Über das ganze Jahr verteilt, besuchten rund 16,5 Millionen Menschen Mallorca.

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Im Grunde weiß man, dass in Beziehungen immer wieder auch der Pain anklopft. Und doch ist die Sehnsucht nach Verbindungen groß. Es ist ein Dilemma. Und daran sind auch deine Eltern nicht unschuldig.

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