"Zutritt nach 2G-Regelung" – Der Einzelhandel zählt vielerorts noch nicht zu den Geschäften des täglichen Bedarfs, doch immer mehr Gerichte kippen dies in entsprechenden Urteilen.
"Zutritt nach 2G-Regelung" – Der Einzelhandel zählt vielerorts noch nicht zu den Geschäften des täglichen Bedarfs, doch immer mehr Gerichte kippen dies in entsprechenden Urteilen.Bild: dpa / Arne Dedert
watson live dabei

2G, 3G, Maskenpflicht: Flickenteppich an Corona-Maßnahmen im Einzelhandel – so reagieren Kunden, Verkäufer und Sicherheitspersonal

06.01.2022, 12:0806.01.2022, 14:32

"Hallo, den Ausweis bitte", "Dankeschön": Nähert man sich dem Berliner Nobelkaufhaus KaDeWe, hört man diese Worte in Dauerschleife bereits von Weitem. Zwei Mitarbeiter einer externen Sicherheitsfirma stehen nebeneinander vor dem Eingang, der mit einem blauen Absperrband in drei Bereiche eingeteilt wurde. Nachdem die Mitarbeiter den entsprechend benötigten Zugangsnachweis, im Falle des Einzelhandels in Berlin einen Geimpft- oder Genesennachweis, gescannt haben, dürfen die Kunden rechts und links passieren. In der Mitte ist der Ausgang für die Kunden, die das Kaufhaus verlassen.

Noch gilt in den meisten Bundesländern 2G für den Einzelhandel, doch in Bayern und Niedersachsen wurde die Corona-Maßnahme zum Teil durch Gerichtsurteile aufgehoben: Bekleidungsgeschäfte in Bayern dienen demnach genauso wie Buchhandlungen oder Blumenläden der "Deckung des täglichen Bedarfs" und unterliegen somit nicht mehr der 2G-Regel, wie der Bayerische Verwaltungsgerichtshof am 29. Dezember entschieden hat. Auch in Niedersachsen dürfen Ungeimpfte shoppen gehen – das hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg bereits Mitte Dezember entschieden. Dazu kommen viele Sonderfälle selbst innerhalb der Bundesländer, die 2G obsolet machen – das Regelchaos scheint perfekt.

Security-Mitarbeiter sorgen vor den großen Geschäften für Ordnung

Es dämmert bereits und in leuchtenden Lettern prangt der bekannte Schriftzug "KaDeWe" über der kurzen Schlange an Menschen, die sich immer wieder bildet. Im Schein des beleuchteten Eingangs scannen die Security-Mitarbeiter im Akkord die Nachweise. Lachend treten zwei ältere Damen mit Einkaufstaschen und Schirmen aus dem mittleren Ausgangsbereich und verabschieden sich abseits der kleinen Menschenansammlung auf dem Kurfürstendamm.

"Ich war den Sonnabend vor Weihnachten schon mal hier, da gab es eine Schlange von 50 Leuten. Aber heute zum Glück nicht", erzählt uns eine der beiden Damen. Sie hat sich ihre Handtasche über den Arm geworfen und hält in der anderen Hand ihre Einkaufstüte und einen großen, dunkelgrünen Schirm. Die Rentnerin scheint erleichtert, dass es heute nicht so voll war. "Auch drinnen war alles ganz entspannt." Beim Anstehen habe es ebenfalls keinerlei Probleme gegeben. "Es lief alles reibungslos ab", sagt sie lächelnd und macht sich im Halbdunkel auf den Weg Richtung U-Bahn-Station.

Der Handelsverband hält 2G für Murks

In den meisten Bundesländern, so auch in Berlin, herrscht bisher in den meisten Geschäften weiterhin die 2G-Regel. Zumindest noch, denn viele Einzelhändler haben bereits entsprechende gerichtliche Sonderentscheidungen erwirkt. In den Länderverordnungen haben die Bundesländer die Handelsbranchen allerdings unterschiedlich definiert. Die große Frage, die sich Kundinnen und Kunden sowie auch Händler aktuell stellen müssen, ist: Zählt das Angebot des Geschäfts, in das ich will, oder das ich betreibe, nun zum täglichen Bedarf oder nicht?

Der Handelsverband Deutschland spricht sich nicht zuletzt aufgrund dieses Durcheinanders gegen eine 2G-Regel für den Einzelhandel aus.

"Die 2G-Regelung ist insgesamt Murks und muss schnellstmöglich für alle Händler wieder entfallen."
Stefan Hertel, Sprecher des Handelsverbands Deutschland, gegenüber watson

Die Urteile hält der Unternehmenssprecher Stefan Hertel auf Nachfrage von watson für einen positiven Schritt in die richtige Richtung: "Die Urteile sind ein extrem wichtiges Signal und sorgen dafür, dass die Einschränkungen in den entsprechenden Bundesländern zumindest jetzt teilweise wegfallen."

Ausweiskontrollen sorgen für Auseinandersetzungen

Inzwischen wurden die beiden Sicherheitsmitarbeiter vor dem KaDeWe durch einen dritten Kollegen verstärkt. "Normalerweise stehen wir hier immer zu dritt", erklärt der junge Mann, die langen schwarzen Haare zu einem Dutt gebunden. Breitbeinig wie ein Türsteher steht er in seiner dunkelblauen Jacke neben seinen Kollegen und beantwortet die immergleichen Fragen zu Identitätsnachweisen: "Geht auch ein Führerschein?", fragt eine Kundin in rotem Wintermantel, die mit ihrem Mann das Kaufhaus betreten will. "Ja, geht auch", antwortet der Kontrolleur.

Der junge Securitymann wirkt jedoch keineswegs gestresst oder genervt von den Fragen und auch die Kundinnen und Kunden, die den Laden verlassen, scheinen unbeschwert und gut gelaunt. "Im Dezember war hier sehr viel los, aber jetzt ist Januar, da geht's", erzählt er watson, während er weiter Nachweise scannt und nach Ausweisen fragt. "Die meisten Probleme gibt es tatsächlich mit den Identitätsnachweisen", erklärt der junge Mann mit dem Dutt.

"Gestern gab es beispielsweise einen Fall, da hat ein Kunde meiner Kollegin den Ausweis zwar hingehalten, allerdings seinen Namen und das Bild verdeckt. Sie hat ihn dann darauf hingewiesen, dass ein Lichtbild und der vollständige Name für den Zutritt notwendig ist. Darauf hat er unangemessen reagiert. Das ist dann sogar richtig eskaliert, bis sich mehrere Passanten eingemischt hatten. Zum Glück hat es sich dann aber aufgelöst und die Polizei musste nicht gerufen werden. Das gab es aber auch schon."

Als Erklärung für das Unverständnis, das bei manchen Kunden bei der Ausweiskontrolle aufkommt, führt er an, dass dies erst seit Kurzem in Berlin notwendig sei. Dennoch verstehe er ein solches Verhalten nicht.

Vor dem Eingang des KaDeWe: Die Schlangen zur Kontrolle der 2G-Nachweise sind überschaubar.
Vor dem Eingang des KaDeWe: Die Schlangen zur Kontrolle der 2G-Nachweise sind überschaubar.bild: laura czypull

Manche Kundinnen und Kunden kramen im Laufschritt durch das Berliner Nass schon ihren 2G-Nachweis raus, andere suchen ihn erst in der Schlange. Ein Ausweis wird selten direkt präsentiert, fast immer müssen die Kontrolleure nachfragen. "Kann ich überholen, wenn das Heraussuchen des Ausweises so lange dauert?", fragt der nächste Kunde, ein Herr in dunkelroter Daunenjacke und Schal genervt. Ungeduldig zeigt seine Nachweise vor. "Soo, der Jens bin ich", sagt er und drängelt sich vor den Kunden vor ihm.

Regelungen für Händler verwirrend

Nicht nur bei den Kundinnen und Kunden stoßen die Kontrollen bisweilen auf Unverständnis: Auch den Händlern fehlt offenbar eine Erklärung dafür, warum in einigen Bundesländern bestimmte Geschäfte zum täglichen Bedarf zählen, und damit von 2G befreit sind, während sie in anderen Ländern wiederum unter die 2G-Regel fallen. Stefan Hertel vom Handelsverband Deutschland betont gegenüber watson:

"Für die Händler ist es nicht zu verstehen, warum in vielen Bundesländern 2G im Nicht-Lebensmittelhandel gilt, in einigen grundsätzlich nicht mehr und zudem in jedem Bundesland wieder andere Abgrenzungen vorgenommen werden. Diese Inkonsistenzen zeigen, dass es höchste Zeit ist, 2G im Handel wieder abzuschaffen. Die Regelungen waren aus unserer Sicht nie notwendig und sind mittlerweile extrem verwirrend für Kunden und Händler."

"Es gibt schon viel Stress und Streit hier an diesem Objekt", bekräftigt der Sicherheitsmann, der seit einem halben Jahr die Nachweise vor dem KaDeWe kontrolliert, also schon, als noch 3G im Einzelhandel galt. Ein junger Mann, der mit seinen Freunden in einer Gruppe vor den Eingang tritt, murmelt im Vorbeigehen eine Beschimpfung, die Maske unterhalb der Nase, eine Kapuze tief ins Gesicht gezogen. "Jawoll, ich muss trotzdem kontrollieren", kommentiert der Kontrolleur gelassen und freundlich.

"Viele sind hier angespannt", sagt der Ordner zum Vorfall von eben. Das liege seiner Meinung nach vor allem an dem gehobenen Milieu der Kaufhaus-Klientel. "Manche bieten hier sogar Geld an, um ohne Nachweis reinzukommen", berichtet er.

Einlasskontrollen werden "mehrheitlich gut aufgenommen"

Auf der anderen Straßenseite des Kurfürstendamms ist die Situation eine völlig andere. Von einer Schlange vor einem kleinen Schuhgeschäft fehlt jede Spur. Ein rotes Band versperrt den Eingang. Danach folgt ein Schild mit der Aufschrift "Zutritt nur mit 2G", gespickt mit einer Spritze und einem Virus-Symbol. "Es kommt immer darauf an, wie man den Menschen gegenübertritt und wie man mit der Situation umgeht", erklärt die Filialleiterin freundlich. Die Dame mit roten Haaren und einem bunten T-Shirt kontrolliert in ihrem Laden selbst die 2G-Nachweise der Kundinnen und Kunden. "Wir wechseln uns hier ab", erzählt sie watson.

Die Leute seien immer gut gelaunt und wenn nicht, mache sie einen Scherz. Ein älterer Herr will mit seiner Frau das Geschäft betreten. Einen Nachweis hatte er parat, den Ausweis findet er zunächst nicht. "Ausgerechnet heute", scherzt die Verkäuferin. Die Frau des älteren Herren zieht einen Einkaufstrolley hinter sich her. Auch sie muss ihren Nachweis und den Ausweis erst umständlich suchen. Die Filialleiterin nimmt es gelassen und wartet geduldig.

Ähnliches bestätigt das Bekleidungsunternehmen Peek & Cloppenburg KG auf Anfrage von watson: "Die Einlasskontrollen werden mehrheitlich gut aufgenommen. Unsere Kundinnen und Kunden sind auf die Situation eingestellt und zeigen sich verständnisvoll." Weiter teilt das Unternehmen, für das außer in Bayern die 2G Pflicht gilt, mit:

"Wir sind aus den vergangenen Monaten 'erprobt' und haben uns schnell und flexibel auf die 2G-Regelungen mit eigenen Mitarbeitenden und zusätzlichem Sicherheits-Personal vorbereitet. Der Handel musste sich in der vergangenen Zeit auf ständig neue, voneinander abweichende Regelungen einstellen und größte Flexibilität beweisen. Wir würden uns zukünftig wünschen, dass neue Regelungen mit entsprechendem Vorlauf bekanntgegeben werden, um eine bessere Planbarkeit zu ermöglichen."

Online-Shoppen statt Einlasskontrolle

Die fehlenden Schlangen vor den Geschäften scheinen einen Hinweis auf das Kaufverhalten der Kundinnen und Kunden zu geben. "Ich muss zugeben, ich bin schon zum Online-Shopper geworden, seit den Kontrollen", bestätigt eine junge Frau vor dem Bekleidungsgeschäft Zara, ein paar hundert Meter weiter. "Das ist mir zu blöd, mich da jedes Mal anzustellen, wenn ich nur spontan in einen Laden will."

Sie steht in einem grünen Mantel und orangefarbenen Schal, ihr Handy in der Hand, vor der Bekleidungskette. "Ich warte gerade auf meine Verabredung", erklärt die Zara-Kundin. Eben sei sie schon im Laden gewesen, "aber auch nur, weil so wenig los war". Sonst hätte sie sich nicht angestellt. "Vor einer Stunde bin ich hier lang gelaufen und es war schon eine kleine Schlange da." Und tatsächlich: Immer wieder füllt sich der Platz vor dem Absperrband dieses Ladens am lauten Kurfürstendamm mit kaufwilligen Kundinnen und Kunden.

Unterschiedliche Regelungen selbst innerhalb der Bundesländer

Während Bekleidungsgeschäfte in den meisten Bundesländern noch die 2G-Pflicht erfüllen müssen, und sich daran auch zu halten scheinen, wie eine Primark-Sprecherin und eine H&M-Sprecherin gegenüber watson betonen, pfeifen einige Einzelhändler bereits wieder auf die Corona-Regeln. Wie "Focus Online" am Mittwoch berichtete, setzt ein Media Markt im Münchner Euroindustrie-Park kurzerhand offenbar eigenständig die 2G-Regel außer Kraft. Kundinnen und Kunden müssen sich also mittlerweile in einem undurchsichtigen Dschungel aus Regeln und Anarchie zurecht finden

Ob die junge Frau im grünen Mantel vor Zara wisse, was hier eigentlich gerade für eine Regel gilt? "Nein", lacht sie, "ehrlich gesagt schaltet man da doch irgendwann komplett ab, oder?" In Berlin gilt aktuell 2G, "aber da verliert man echt den Überblick, bei den unterschiedlichen Regeln der Läden."

"An sich ist 2G natürlich sicherer, aber sonst können wir den Laden hier zumachen, weil die Online-Reservierungen noch höher werden."
Mitarbeiter eines Berliner Bauhauses über die Ausnahme von Baumärkten von der 2G-Regel

2G im Baumarkt "wäre zu großer Aufwand für Mitarbeiter"

Eine Handelsgruppe ist bereits seit längerer Zeit nahezu komplett von den unterschiedlichen Corona-Regelungen ausgenommen: Baumärkte. Sie zählen in allen Bundesländern zu den Geschäften des täglichen Bedarfs und dürfen daher lediglich mit einer Maske betreten werden, Impfung oder Test sind nicht Pflicht. In der Kette Bauhaus gibt es keine Zulassungsbeschränkungen. Zwar weist eine grüne Ampel am Eingang einer Berliner Filiale auf verfügbare Kapazitäten hin, eine Kontrolle der Maßnahmen findet aber offensichtlich nicht statt.

"An sich ist 2G natürlich sicherer", gibt ein Mitarbeiter der Baumarkt-Kette zu, "aber sonst können wir den Laden hier zumachen." Damit meint der junge Mann an der Hauptinformation die hohen Online-Reservierungen, die mit verschärften Maßnahmen einhergehen würden. "Die sind ohnehin schon hoch. 2G wäre deshalb ein viel zu großer Aufwand für die Mitarbeiter." Und das, obwohl am Eingang extra auf einem Bildschirm die Online-Reservierungen beworben werden.

"Online reservieren, abholen im Fachcentrum", steht auf dem Bildschirm am Eingang eines Berliner Bauhauses.
"Online reservieren, abholen im Fachcentrum", steht auf dem Bildschirm am Eingang eines Berliner Bauhauses.bild: laura czypull

Den Anstieg dieser Online-Reservierungen bekräftigt auch der Sprecher der Baumarkt-Kette Hornbach, Florian Preuß, gegenüber watson:

"Grundsätzlich ist klar: Dort, wo 2G-Regelungen eingeführt werden, steigt die Nachfrage nach digitalen Services. Etwa der kontaktlosen Abholung von online reservierten Waren im Außenbereich der Märkte. Aber auch die Zahl der Onlinebestellungen steigt dann an. Wir berücksichtigen das und setzten alles daran, die Kunden mit den benötigten Waren zu versorgen."

Doch Baumarkt ist in Deutschland nicht gleich Baumarkt: Die Länder dürfen bei dieser Branche selbst entscheiden, ob sie die Märkte zu den Grundversorgern im Einzelhandel zählen und somit 2G entfällt oder nicht. Beispielsweise werden in Baden-Württemberg keine Nachweise verlangt, in Nordrhein-Westfalen hingegen schon. "Hornbach richtet sich nach den jeweils gültigen Verordnungen und beabsichtigt nicht, eigene, darüber hinaus gehende Regelungen einzuführen", teilt Preuß auf watson-Anfrage mit.

Kundin bekräftigt Maskenpflicht in Baumärkten

Diese Ausnahmen setzen dem Regel-Chaos für Kundinnen und Kunden die Krone auf. "Man weiß nicht mehr, wo was gilt", bekräftigt auch eine Kundin mit Einkaufstrolley, die sich unweit der Information befindet. "Ich war sehr erstaunt, dass ich nicht kontrolliert wurde", erzählt die ältere Dame. Verhalten wahrt die den Abstand und drückt im Gespräch immer wieder ihre FFP2-Maske auf der Nase fest. Man sieht ihr an, dass sie sich sichtlich unwohl fühlt mit einer bloßen Maskenpflicht.

"Ich habe extra noch mal geschaut und nach Hinweisen gesucht, aber ich bin dann einfach an den Kassen vorbeigegangen." Überraschend gibt sie dann aber zu, dass sie denke, "dass man das im Baumarkt bei diesen Räumlichkeiten auch verantworten kann." Die Abstände könnten schließlich problemlos in der geräumigen Verkaufshalle mit breiten Gängen eingehalten werden "und richtig getragene Masken helfen auch".

Auch der Handelsverband Deutschland ist der Meinung, dass Masken, Abstand und Hygienekonzept ausreichenden würden, um die Sicherheit der Kundinnen und Kunden sowie der Verkäuferinnen und Verkäufer zu gewährleisten:

"Der HDE setzt sich seit Wochen für die Aufhebung der 2G-Regel beim Einkauf ein. Denn der Einkauf mit Maske, Abstand und Hygienekonzept ist eine sichere Angelegenheit. 2G im Handel ist für eine wirkungsvolle Bekämpfung der Pandemie nicht notwendig. Wie wirkungsvoll das Tragen von Masken ist, hat erst vor kurzem eine Studie des Max-Planck-Instituts wieder bewiesen."
"Das Nicht-Handeln der Politik muss Konsequenzen haben": Schülervertreter Anjo Genow über den Kampf für mehr Corona-Sicherheit an Schulen – zur Not per Streik

In Österreich haben Schüler und Schülerinnen am Dienstagmorgen gestreikt. Viele von ihnen wollen erst wieder am Schulunterricht teilnehmen, wenn die Politik sich um bessere Covid-Schutzmaßnahmen für den Präsenzbetrieb kümmert. Was im Nachbarland schon hochgekocht ist, brodelt auch in Deutschland: Vielen Schülern macht das Mantra der Politik, die Schulen offen zu halten, angesichts der Rekord-Infektionszahlen und mangelnder Schutzkonzepte Sorgen.

Zur Story