Leben
Bild

Jährlich wird der Oktober zum Brustkrebsmonat ausgerufen. Bild: Getty Images

watson-Story

Gynäkologin erklärt, wie du deine Brust richtig abtastest

Der Oktober wird rosa – denn er steht im Zeichen der Brustkrebsvorsorge. Seit 1985 wird jährlich im Herbst der Brustkrebsmonat ausgerufen, um über Möglichkeiten der Vorsorge sowie Früherkennung aufzuklären. Aber auch, um neue Diagnosemöglichkeiten zu präsentieren und Solidarität mit Betroffenen zu zeigen. Die rosa Schleifen, die sich viele Menschen zu der Zeit an die Jacke heften, um an Brustkrebs zu erinnern, hast du sicherlich schon einmal gesehen.

Jährlich erkranken etwa 70.000 Frauen in Deutschland an Brustkrebs. Männer sind nur in seltenen Fällen von der Krankheit betroffen, bei Frauen jedoch ist sie die häufigste Krebsart, die diagnostiziert wird. Aber die Überlebenschancen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert: Fünf Jahre nach der Diagnose liegen sie bei etwa 80 Prozent. Zum Vergleich: Bei Magenkrebs betragen sie zirka 30 Prozent, bei Lungenkrebs 15.

"Brustkrebs ist ein Arschloch", sagt Gynäkologin Sheila de Liz

Die meisten Mädchen und Frauen wissen wohl, dass sie ihre Brüste zur Krebsvorsorge selbst abtasten können. Allerdings wissen viele von ihnen nicht, wie genau das geht und wann der optimale Zeitpunkt für eine Untersuchung ist. Watson hat deswegen mit der Gynäkologin Sheila de Liz gesprochen. Im Video erklärt die Bestseller-Autorin von "Unverschämt – Alles über den fabelhaften weiblichen Körper" und "Woman on Fire – Alles über die fabelhaften Wechseljahre", wie du deine Brüste selbst abtastest.

Brust abtasten: So geht die Selbstuntersuchung

Video: watson/Agatha Kremplewski

Am besten, du führst die Untersuchung einmal monatlich nach deiner Periode durch, rät Sheila de Liz, so lernst du deine Brüste besser kennen und kannst Veränderungen wie kleine Knötchen oder Klumpen besser einschätzen. Sollte dir etwas ungewöhnlich vorkommen, ruf bitte deinen Arzt oder deine Ärztin an und vereinbare einen Termin zur gründlichen Untersuchung.

"Brustkrebs ist ein Arschloch", sagt de Liz in ihrem Video für watson. Aber: Brustkrebs lässt sich mit verhältnismäßig wenig Aufwand früh erkennen – wenn du die richtigen Handgriffe kennst.

(ak)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Hochfunktionale Depression: Wenn niemand merkt, wie krank du wirklich bist

Liliana Kröger (Name von der Redaktion geändert), 34, leidet an einer sogenannten atypischen Depression: Obwohl sie erfolgreich im Beruf ist und ihren Alltag gut bewältigt, ist sie depressiv. Ihre Form der Depression wird manchmal auch "hochfunktionale Depression" genannt. Lilianas Leiden wurde jahrelang nicht diagnostiziert – unter anderem auch, weil sie sich nicht zum Arzt traute, da sie sich nicht "krank genug" fühlte. So empfindet ein Mensch, der nach außen hin seinen Alltag meistert – und tr

Heute morgen wache ich auf und es ist schon hell, aber die Sonne scheint nicht. Zumindest fühlt es sich so an.

Ich drücke den Snooze-Button auf meinem Wecker, nur noch zehn Minuten. Ich fühlte mich wie gerädert, frage mich, wie ich aus dem Bett kommen soll. Die letzte Nacht habe ich wieder schlecht geschlafen, im Traum ist die Welt untergegangen. Das träume ich häufig, wenn es mir nicht gut geht.

Ich quäle mich aus dem Bett, ziehe mich an, lese die Nachricht einer Freundin, die mich heute Abend …

Artikel lesen
Link zum Artikel