Es bleibt erstmal alles beim Alten: Die Barilla-Packungen behalten ihr Sichtfenster, zumindest vorerst.
Es bleibt erstmal alles beim Alten: Die Barilla-Packungen behalten ihr Sichtfenster, zumindest vorerst.Bild: reuters / ARND WIEGMANN
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Spaghetti, Penne, Fusilli: Barilla zieht neue Verpackung zurück

20.07.2020, 10:48

Wer Nudeln von Barilla kauft, weiß immer genau, was er später auf dem Teller vorfinden wird. Seit Urzeiten haben die blauen Packungen der italienischen Pasta-Firma ein Sichtfenster. Durch das kann der Kunde immer schon direkt einen Blick auf seine Nudeln werfen – und sieht genau, wie dick oder dünn diese sind. Sehr transparent.

Und die gute Nachricht für alle, die das zu schätzen wissen, ist: Das wird auf absehbare Zeit auch so bleiben. Entgegen Berichten, die Ende Juni ein Ende des Plastik-Fensters in den Nudelpackungen vorhergesagt hatten, bleibt diese Vorschau-Funktion nun offenbar doch erhalten.

Denn wie der Konzern gegenüber watson mitteilt, gab es zwar ein Pilotprojekt in Großbritannien, bei dem fensterlose Verpackungen getestet wurden. Aber, wie Barilla weiter mitteilt:

"Unsere aktuellsten Marktforschungsstudien belegen jedoch, dass Konsumenten in anderen Märkten großen Wert auf das Sichtfenster und die damit verbundene Transparenz hinsichtlich des Produkts legen."

Man werde das Thema in Zukunft genau beobachten, heißt es weiter. Eine Umstellung ist also momentan nicht konkret geplant.

Verschiedene Sorten Barilla-Pasta.
Verschiedene Sorten Barilla-Pasta.Bild: imago stock&people

Das steckte hinter der Idee

Der Hintergrund der Idee war kurz gesagt: Nachhaltigkeit. Der Verzicht auf Plastik hätte bedeutet, dass die Verpackung künftig aus 100 Prozent Karton bestanden hätte. Allerdings betont man bei Barilla, dass die Packungen bereits jetzt vollständig recyclebar. "Natürlich trifft das auch auf unsere Pastaverpackungen mit Sichtfenster zu."
Die derzeitigen Recyclingsysteme seien in der Lage, das Sichtfenster vom Karton zu lösen. Zudem verweist man darauf, dass man in den letzten Jahren die CO2-Emissionen um 30 und den Wasserverbrauch um 21 Prozent reduziert habe.

Neben dem Umweltschutz soll auch noch ein anderer Faktor bei den Überlegungen um die Abschaffung des Sichtfensters gespielt haben: Auch die Produktionskosten hätte man damit wohl reduzieren können. Doch da sich die Plastikfenster bei vielen Kunden so großer Beliebtheit erfreuen, wird daraus nun wohl erstmal nichts.

(om)

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