Nachhaltigkeit
Barilla-Pasta wird am 20.07.2015 in einen Supermarkt in Rom zum Verkauf angeboten. Für viele Italiener ist ihre Esskultur mit typischen Produkten wie Pasta, Olivenöl und Käse wichtiger Teil ihrer Identität. Doch die Gewohnheiten ändern sich - besonders betroffen ist ausgerechnet das italienische Lebensmittel schlechthin. Foto: Miriam Schmidt/dpa (zu dpa

Die Barilla-Verpackung soll bald einen neuen Look bekommen. Bild: dpa / Miriam Schmidt

Nachhaltigkeit: Barilla will Verpackung ändern

Für Nudelhersteller hat sich die Corona-Krise gelohnt – zumindest wirtschaftlich. Wir alle erinnern uns noch an die leeren Regale zu Beginn der Pandemie im Supermarkt. In Hamsterkäufen wurde das beliebte Nahrungsmittel in Mengen gekauft.

So dürfte sich auch der Nudelhersteller Barilla über den plötzlichen Anstieg der Pasta-Liebhaber gefreut haben, obwohl die Supermarkt-Kette Rewe die Barilla-Produkte Anfang März noch aus den Regalen verbannt hatte. Grund waren gescheiterte Preisverhandlungen.

Jetzt plant Barilla die Veränderung seiner berühmten Nudel-Verpackung. Die einzigartige quadratisch, blaue Pappbox fiel bisher mit einem Merkmal besonders auf: einem kleinen Plastikfenster. Durch dieses konnten sich Kundinnen und Kunden ein Bild von Größe und Form des Nudelprodukts machen. Das Fenster soll jetzt verschwinden, berichtet das Magazin "Chip" unter Berufung auf die "Barilla Guidelines".

02.03.2020, Brandenburg, Grünheide: ILLUSTRATION -  Verschiedene Produkte der Marke Barilla stehen auf einem Tisch (gestellte Aufnahme). Während viele Bundesbürger aus Angst vor dem Coronavirus ihre Vorräte an Nudeln und Konserven aufstocken, hat Rewe zahlreiche Produkte des Pasta-Herstellers Barilla aus seinen Regalen verbannt. Grund dafür seien die vom italienischen Unternehmen geforderten Preiserhöhungen, hieß es bei Rewe in Köln. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa | Verwendung weltweit

Bild: ZB / Patrick Pleul

Umweltfreundlicher und günstiger

Demnach soll im Zuge der neuen Umweltstrategie auf das Plastikfenster verzichtet werden, um die Packung zu 100 Prozent recycelbar zu machen.

Laut "Chip" will der Konzern den Plastikstreifen weltweit schrittweise bis Ende 2020 aus seinen Verpackungen verbannen. Zunächst soll die Veränderung in Italien und Großbritannien vorgenommen werden. Wenn die Umstellung erfolgreich abläuft, sollen auch die deutschen Barilla-Produkte folgen.

Doch die Umstellung dürfte nicht nur ökologische Gründe haben. Auch die Produktionskosten könnte das Unternehmen somit reduzieren. Gegenüber "Chip" bestätigte ein Barilla-Sprecher die Änderung der Verpackung, wollte sich weiter aber nicht äußern.

Watson hat selbst beim Konzern angefragt und um ausführlichere Informationen gebeten. Die von Barilla angekündigte Antwort wird an dieser Stelle ergänzt.

(lau)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zweiundvierzig 26.06.2020 09:37
    Highlight Highlight Das Fenster ist ein unnötiger Schnickschnak.
    Es wäre aber schön, wenn Barilla mehr in die Funktionalität der Verpackung investieren würde - das Öffnen und Wiederverschließen ist mit dem dünnen Material und dem aggressiven Kleber nur mühsam möglich.

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