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Tierschutz-Konferenz: Ostsee-Schweinswal bekommt höheren Schutzstatus

Der Schweinswal sieht fast aus wie ein Delfin. Ihm fehlen aber die spitze Schnauze und die Rückenflosse.
Der Schweinswal sieht fast aus wie ein Delfin. Ihm fehlen aber die spitze Schnauze und die Rückenflosse.Bild: iStockphoto / wenpu wang
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Tierschutz-Konferenz will höheren Schutzstatus für Ostsee-Schweinswal

17.02.2024, 11:48
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In der Ostsee haben die sogenannten Schweinswale ihren Lebensraum. Diese faszinierenden Meeressäuger, auch bekannt als "Ostseewale", sind die einzige Walart, die dauerhaft in der Ostsee lebt. Doch ihr Zustand ist besorgniserregend.

Der Lebensraum der Ostsee-Schweinswale ist stark bedroht durch verschiedene menschliche Aktivitäten wie Überfischung, Schiffsverkehr, Umweltverschmutzung und insbesondere den Klimawandel. Die steigende Wassertemperatur und die Versauerung der Meere beeinflussen die Nahrungsgrundlage der Schweinswale negativ.

Zudem werden sie oft Opfer von Fischereinetzen, was zu schweren Verletzungen oder sogar dem Tod führen kann. Um den Zustand dieser faszinierenden Tiere zu verbessern, sind dringende Maßnahmen zum Schutz ihres Lebensraums sowie zur Reduzierung von menschlichen Einflüssen notwendig.

Der Schweinswal ist eine der kleinsten Walarten.
Der Schweinswal ist eine der kleinsten Walarten.Bild: iStockphoto / wenpu wang

Neue Einstufung: Schweinswal gilt als vom Aussterben bedroht

Doch jetzt soll der Ostsee-Schweinswal besseren Schutz erhalten. Tierschutzorganisationen teilten am 15. Februar mit, er sei in den Anhang I des "Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (CMS)" aufgenommen worden.

Dies wurde bei einer CMS-Tagung in Samarkand in Usbekistan beschlossen, die eine internationale Konferenz zur Konvention zum Schutz wandernder Tierarten ist. Durch den neuen Beschluss erhalte die Population des kleinen Wals die Einstufung als vom Aussterben bedroht und Notfallmaßnahmen zur Rettung könnten ergriffen werden.

Das Übereinkommen enthält zwei Anhänge: In Anhang 1 sind gefährdete sowie vom Aussterben bedrohte wandernde Tierarten gelistet. Für sie müssen die Länder, in denen diese Tiere vorkommen, Maßnahmen und Verbote zum Schutz ergreifen. Anhang 2 erfasst Arten, die eventuell gefährdet sind und für die eine internationale Zusammenarbeit erforderlich ist oder nützlich wäre.

Saisonale Walwanderung soll erleichtert werden

Der Gewöhnliche Schweinswal (Phocoena phocoena) sei jedoch in der zentralen Ostsee und vor der Iberischen Halbinsel vom Aussterben bedroht, hieß es von Umweltorganisationen wie der Walschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC). Die Population in der zentralen Ostsee umfasst demnach nur noch wenige Hundert Tiere.

Nun gehe es darum, dort Hindernisse für die saisonale Wanderung zu vermeiden, zu beseitigen oder zumindest zu entschärfen sowie andere Faktoren, die das Überleben der Tiere gefährden könnten, zu kontrollieren, hieß es weiter. Zu den Hauptbedrohungen zählt neben Unterwasserlärm und Umweltverschmutzung demnach, dass die Tiere als Beifang sterben.

(jj/mit Material der dpa)

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