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Supermarkt: Neuseeland prescht bei Plastik-Regel vor – mit Änderung für Kunden

Gemüse in Plastiktüte und weiteren Verpackungen
Solche Plastiktüten finden sich immer noch an der Obst- und Gemüsetheke.Bild: getty images / iStockphoto / OlgaMiltsova
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Supermarkt: Neuseeland verbietet dünne Einweg-Plastiktüten

02.07.2023, 12:20
Mehr «Nachhaltigkeit»

Alle Verbraucher:innen werden sie kennen, die aufgerollten Plastiktüten neben den Gemüse- und Obsttheken im Supermarkt. Noch immer greifen viele Menschen auf die dünnen Plastikverpackungen zurück, um Äpfel, Karotten oder Tomaten sicher einzupacken. Und das, obwohl es dafür mittlerweile auch zahlreiche wiederverwendbare Varianten gibt. Teilweise sogar von den Märkten selbst.

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Auch Plastikstrohhalme sind ebenfalls von der Regel betroffen.Bild: picture alliance / www.picturedesk.com / Hans Ringhofer

Neuseeland will sich die Verwendung dieser Plastiktüten jetzt nicht weiter anschauen. Als erstes Land der Welt spricht Neuseeland ein Verbot für die dünnen Einwegtüten für Gemüse und Obst im Supermarkt aus, berichtet das "Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND)".

Neben Plastiktüten sind auch Strohhalme und Plastikbesteck verboten

Das Verbot tritt am Samstag in Kraft und geht sogar noch über die Einweg-Plastiktüten hinaus. Auch Strohhalme aus Plastik sowie Plastikbesteck sind auf der Abschussliste –und künftig nicht mehr erlaubt. Neuseeland will damit die Nutzung von Produkten aus Einwegplastik reduzieren. "Neuseeland produziert zu viel Abfall, zu viel Plastikabfall", kommentierte die stellvertretende Umweltministerin Rachel Brooking. Inzwischen sollen schon viele Verbraucher:innen in Neuseeland auf Stoffbeutel umgestiegen sein.

2019 hatte die neuseeländische Regierung bereits dickere Plastiktüten verboten. Und das scheint sich gelohnt zu haben. Mehr als eine Milliarde Plastiktüten seien bereits weniger verwendet worden. Man rechnet damit, dass das neue Verbot jetzt noch einmal eine Reduzierung von rund 150 Millionen Tüten pro Jahr bewirken würde.

Auch deutsche Märkte versuchen, von Plastiktüten wegzukommen

Auch in Deutschland versuchen die Supermärkte gegen die Flut an Tüten aus Einwegplastik vorzugehen. Jutebeutel sieht man in Deutschland vielfach als Ersatz für die dicken Plastiktüten in den Supermärkte.

Zusätzlich kündigten Supermärkte wie Rewe, Nahkauf und Penny bereits im vergangenen Jahr an, für das Klima auf Plastiktüten verzichten zu wollen. Die sogenannten gratis "Knotenbeutel" neben dem Obst und Gemüse sollten durch eine umweltfreundliche Alternative ersetzt werden. Als Ersatz stellen viele Supermärkte gratis sogenannte Mehrwegfrischenetze für ihre Kund:innen zur Verfügung.

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