Handout photo - A deep sea exploration project called 1 Ocean, partnering with UNESCO and researchers from CRIOBED and led by Alexis Rosenfeld, an underwater photographer from Marseille has discovered ...
In den Tiefen der Ozeane liegen zum Teil noch unerforschte Ökosysteme, wie dieses Korallenriff vor Tahiti. Bild: abaca / ABACA
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Meeresforscher entdecken großes Korallenriff in Tahiti: "Es war magisch"

30.01.2022, 12:01

Vor der Küste Tahitis haben Meeresforscher in den Tiefen des Südpazifiks ein mehr als drei Kilometer langes Korallenriff entdeckt. Die von Nesseltieren gebildeten Struktur befinde sich in 35 bis 70 Metern Tiefe und scheine in einem guten Zustand zu sein, berichtete die Fachzeitschrift "New Scientist" gegenüber der dpa am vergangenen Donnerstag. Es handele sich um eines der größten in dieser Tiefe entdeckten Riffe, hieß es beim Sender BBC unter Berufung auf die UN-Wissenschaftsorganisation Unesco, die die Mission leitete.

Noch unerforschte Ökosysteme in den Tiefen des Pazifiks

Taucher entdeckten demnach das Riff im November bei einer Expedition vor Französisch-Polynesien, die Teil einer internationalen Mission zur Erfassung des Meeresbodens ist. "Es war magisch, riesige, wunderschöne, rosenförmige Korallen zu sehen, die sich so weit erstrecken, wie das Auge reicht", sagte der französische Fotograf Alexis Rosenfeld, der das internationale Taucherteam leitet. Es sei "wie ein Kunstwerk" gewesen.

In den kommenden Monaten wollen Wissenschaftler nun herausfinden, welche Arten in der Umgebung des Riffs leben. Es gebe vermutlich noch viele weitere dieser Ökosysteme, von denen man nichts wisse, sagte Julian Barbiere von der Unesco. Nach Angaben der UN-Behörde sind bisher nur etwa 20 Prozent des Meeresbodens kartografiert worden.

Bedrohte Existenz von Korallenriffen

Experten fordern seit längerem Maßnahmen gegen das Absterben der weltweiten Korallenriffe. Ursachen für die Zerstörung der Korallenriffe seien vor allem die Überfischung und die Verschmutzung der Meere sowie der Klimawandel. Der Klimawandel lasse die Meerestemperaturen steigen, was wiederum zur berüchtigten Korallenbleiche führe.

(mcm/ dpa)

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