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Erste Burger-Kette macht's vor: Wer Fleisch will, muss mehr zahlen

Eine Burger-Kette aus Hamburg verlangt nun mehr Geld, wenn man seinen Burger mit einem Fleischpatty haben möchte.
Eine Burger-Kette aus Hamburg verlangt nun mehr Geld, wenn man seinen Burger mit einem Fleischpatty haben möchte. bild: ottosburger.com
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Erste Burger-Kette macht's vor: Wer Fleisch will, muss mehr zahlen

18.11.2022, 11:31
Mehr «Nachhaltigkeit»

Ikea hat es mit seinem Hotdog vorgemacht: Das vegetarische Produkt muss nicht teurer sein als das mit Fleisch. Dafür wurden im Oktober 2022 die Preise von den vegetarischen und veganen Produkten reduziert.

Die Burger-Kette Otto's Burger aus Hamburg vertritt diese Meinung jetzt auch – und hat ihr gesamtes Konzept geändert.

Statement auf Instagram erklärt die Hintergründe

"Es ist aktuell sehr viel los in der Welt, viel ist im Umbruch. Krieg in Europa, Revolutionen, extreme Wetterveränderungen… Das alles macht uns natürlich nachdenklich", schreibt das Unternehmen auf Instagram. Und weiter: "Es ist allen doch längst bewusst, so wie vorher geht es nicht weiter. Ausbeutung der Ressourcen in jeglichem Sinne hat in kürzester Zeit zu immensen Problemen auf dieser schönen Erde geführt."

Fleisch kostet einen Euro mehr

Das Unternehmen zieht eine klare Konsequenz: "Können wir es noch verantworten, den Fokus auf Fleisch zu legen? Die Antwort ist NEIN. Wir möchten aktiv anbieten zu Alternativen zu greifen, leckeren Alternativen, die den Burger-Genuss nicht einschränken."

Und das bedeutet, dass alle Burger jetzt mit einem pflanzlichen Patty angeboten werden. Wer auf Fleisch nicht verzichten will, muss dafür einen Euro extra zahlen.

Seit dem 14. November werden alle Burger mit einem selbst entwickelten Fleischersatz-Patty auf Erbsen- und Weizenbasis serviert. Für ein Fleisch-Patty, Hühnchen und Schinken muss ein Aufpreis gezahlt werden.

Mehr Anreiz für Veggie-Burger schaffen

Damit setzt die Restaurantkette ein klares Zeichen für bewussten Konsum. Schließlich ist Fleisch ein echter Klimakiller – und genügend leckere Alternativen gibt es auf jeden Fall.

In Hamburg gibt es drei Läden der Burger-Kette: Einen in St. Georg, einen in der Schanze und einen im Grindelviertel. Eigenen Angaben zufolge bezieht das Unternehmen die meisten Zutaten aus Hamburg und der Region.

Start-up rettet Lebensmittel vor der Tonne und verkauft sie zum Schnäppchen-Preis

Wer für den Wocheneinkauf in den Supermarkt geht, könnte jedes Mal aufs Neue einen resignierten Seufzer ausstoßen. Die Preise steigen – und das gefühlt von Woche zu Woche. Im Schnitt sind Nahrungsmittel zwischen Januar 2023 und Januar 2024 um 3,8 Prozent teurer geworden.

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