A boulevard next to the river Thames with Tower Bridge in the distance

Auf dem Weg zur Klimaneutralität setzt sich Großbritannien bedeutende Zwischenziele. Bild: iStockphoto / Kbarzycki

"Weltweit ambitioniertestes Ziel": Großbritannien will Ausstoß von Treibhausgasen drastisch reduzieren

Die britische Regierung will ihre Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel noch einmal verstärken. Wie Premierminister Boris Johnson mitteilte, soll der Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen bis 2035 um 78 Prozent im Vergleich zum Niveau der 1990er Jahre reduziert werden.

Das Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden, könne damit bereits bis 2037 zu zwei Dritteln erreicht werden. Erstmals sei dabei auch der britische Anteil am globalen Flug- und Schiffsverkehr einberechnet worden, hieß es in einer Mitteilung des britischen Umweltministeriums.

"Wir wollen die Messlatte im Kampf gegen den Klimawandel weiter anheben", sagte Johnson der Mitteilung zufolge. Es handle sich um "das weltweit ambitioniertestes Ziel für die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen" und solle auch gesetzlich verankert werden.

Täglicher Energiekonsum der Briten muss sich nachhaltig verändern

Nach Ansicht von Experten ist dafür ein erheblicher Wandel im täglichen Energiekonsum der Briten erforderlich. Mehr Elektrofahrzeuge auf den Straßen, mehr Windkraft und Verzicht auf Fleisch- und Milchprodukte seien dazu notwendig. Die oppositionelle Labour-Partei kritisierte, Johnson habe in der Vergangenheit bereits mehrfach Ankündigungen gemacht, die aber nicht in die Tat umgesetzt worden seien.

Der Vorstoß aus London kommt nur wenige Tage vor einem Online-Klimagipfel, zu dem US-Präsident Joe Biden in dieser Woche (22. und 23. April) geladen hat. Im November soll im schottischen Glasgow die 26. UN-Klimakonferenz stattfinden.

(sb/dpa)

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