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Gute Nachricht des Tages: Deutschland fördert Solarstrom für Elektroautos

Solarstrom ganz einfach und umweltfreundlich vom Hausdach ins Auto.
Solarstrom ganz einfach und umweltfreundlich vom Hausdach ins Auto.Bild: iStockphoto / Halfpoint
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Deutschland fördert Solarstrom für Elektro-Autos

26.09.2023, 16:21
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Solarzellen auf dem Dach sind 2023 ein alltägliches Bild in Deutschland. Ab dem 26. September fördert der deutsche Staat das Laden von Elektroautos mit Solarstrom. Eine gute Nachricht also für alle, die bereits auf ein Elektroauto umgestiegen sind – und ein Solardach haben. Die Förderung richtet sich nämlich konkret an Eigentümer:innen von selbst genutzten Wohngebäuden, die ein Elektroauto besitzen oder zum Zeitpunkt des Antrags eines bestellt haben.

Einen staatlichen Geldzuschuss gibt es dabei konkret für den Kauf und die Installation einer Ladestation in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage und einem Solarstromspeicher.

Für diese Förderung hat der Bund ein Budget von bis zu 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Der maximale Investitionszuschuss für eine Einzelperson liegt laut Bundesverkehrsministerium bei 10.200 Euro. Dies entspricht etwa einem Drittel der Gesamtkosten für die Anschaffung der Solar-Ladestation.

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Stetiger Anstieg an Solarstrom

Solarstrom wird in Deutschland immer beliebter. Vor allem während der Energiekrise, verursacht durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, rüsteten viele Hausbesitzer:innen ihre Dächer mit Solarzellen auf, um selbst günstigen Strom zu produzieren. Auch der Kauf umweltfreundliche Elektroautos steigt immer weiter an – sofern man sie sich leisten kann.

Die Verbraucherzentrale Bundesverband kritisiert die neue Förderung allerdings als unsozial. Der Verbraucherschützer Gregor Kolbe sagt gegenüber dem "Spiegel": "Von dem neuen Förderprogramm profitieren nur Eigentümer von selbst genutzten Wohngebäuden – also genau diejenigen, die eher mehr verdienen und bereits von anderen Förderungen profitiert haben, zum Beispiel von der E-Autokaufprämie."

Für die Mittel aus dem bis zu 500 Millionen Euro schweren Fonds müssten jedoch alle Steuerzahler aufkommen – auch wenn sie kein Eigenheim besitzen.

Hand Plugging In Electric Car Outside Office In Car Park Charging
Elektroautos werden in Deutschland immer beliebter.Bild: iStockphoto / SouthWorks

Staat erhofft sich Boost für Elektroauto-Industrie

Das aktuelle Problem für den Ausbau der Elektroautos ist die Infrastruktur. In Deutschland gibt es noch zu wenig Solarladestationen, die für die geringere Reichweite der Elektroautos jedoch dringend nötig sind. Die maximale Reichweite eines Elektroautos mit einer einzigen Akkuladung liegt nach Herstellerangaben aktuell bei 600 Kilometern, die geringste bei 120 Kilometern. Je nach Hersteller und Modell kann diese Reichweite variieren.

Zwar steigt die Gesamtzahl der Ladestationen für Elektroautos in Deutschland stetig an, doch zu langsam. Gerade im ländlichen Raum gibt es noch zu wenige. Laut Bundesnetzagentur gibt es, Stand 1. Juli, insgesamt rund 97.500 Ladepunkte in ganz Deutschland. Das ist ein Zuwachs von etwa 13.300 innerhalb eines halben Jahres. Die staatliche Unterstützung soll die Menschen nun dazu zu ermuntern, auf Elektromobilität umzusteigen.

Eine Übersicht über alle öffentlichen Ladestellen für Elektromobile in Deutschland hat die Bundesnetzagentur übrigens in einer interaktive Übersichtskarte veröffentlicht. Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, sagt in einer Pressemitteilung: "Trotz erkennbarer Schwerpunkte in den Ballungszentren bieten auch immer mehr regionale Anbieter öffentliche Ladepunkte an. Wir sind zuversichtlich, dass der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur zügig voranschreiten wird."

Der Anteil an Elektroautos steigt rasant.
Der Anteil an Elektroautos steigt rasant. bild: statista

Am meisten Ladesäulen findet Elektroauto-Besitzer:innen derzeit in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Bundesweit waren am 1. Juli nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts 1,17 Millionen reine Elektro-Pkw zugelassen.

Regierung macht Weg für Diesel aus 100 Prozent Frittenfett frei

Autofahrer:innen in Deutschland können künftig auch Diesel tanken, der zu 100 Prozent aus Altspeiseölen wie Frittenfett hergestellt wurde. Die sogenannten paraffinischen Dieselkraftstoffe seien nun auch als Reinkraftstoff zugelassen, teilte das Bundesumweltministerium nach einem Kabinettsbeschluss am Mittwoch mit. Diese werden zum Beispiel aus Abfallstoffen und Pflanzenölen oder auf Basis von Erdgas hergestellt.

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