Sophia Kianni engagiert sich gegen den Klimawandel.
Sophia Kianni engagiert sich gegen den Klimawandel.Bild: screenshot instagram
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Junge Aktivistin übersetzt Texte zum Klimawandel in über 100 Sprachen

28.09.2020, 16:51

Der Klimawandel ist während der Corona-Krise kein Thema mehr? Keineswegs. Während Organisationen wie Fridays for Future ihren Protest am vergangenen Freitag erstmals wieder auf die Straße brachten, sind auch andere Aktivisten nicht untätig geblieben.

Zum Beispiel Sophia Kianni aus dem US-Bundesstaat Virginia. Die 18-jährige Klimaaktivistin blickt bereits auf eine große Bandbreite an Vereinen, Organisationen und Kampagnen zurück, bei denen sie mitgewirkt hat. So war sie ach der Schule Sprecherin für die Aktivistengruppe Extinction Rebellion. Zudem war sie Mit-Organisatorin der Fridays-for-Future-Proteste in den USA sowie Mit-Koordinatorin des jungen Kampagnen-Netzwerks Zero Hour.

Climate Cardinals aus dem Lockdown gegründet

Wie das "Greenpeace Magazine" berichtet, nutzte die Aktivistin die Zeit, die sie durch den Online-Unterricht übrig hat, und gründete aus ihrem Zimmer die Non-Profit-Organisation Climate Cardinals, eine Organisation, die wichtige Texte zum Klimawandel in alle möglichen Sprachen übersetzt. "Als ich meine Großmutter, meine Onkel und Tanten im Iran über den Klimawandel informieren und ihnen dazu Links schicken wollte, stellte ich fest, dass es zum Beispiel den Bericht des Weltklimarates gar nicht auf Farsi gibt. Ganz zu schweigen von gut verständlichen Materialien zum Thema", erklärt Sophia Kianni.

Mittlerweile über 4500 Ehrenamtliche

Bei genauerem Informieren stellte sie fest, dass es nicht nur für Farsi keine Übersetzung gab. Tatsächlich fehlen jede Menge Sprachen.

Schon am selben Tag, an dem Kianni die Organisation gründete, fanden sich 1100 Teilnehmer und Helfer. Vier Monate später ist die Bilanz beeindruckend: Es stehen Texte in über hundert Sprachen und Dialekten zur Verfügung. "4500 Ehrenamtliche machen mit, 450 übersetzen und kontrollieren, ein junges Leitungsteam organisiert und koordiniert", erklärt die junge Aktivistin dem Magazin.

Doch fertig ist Kianni nicht. Derzeit baut sie noch ein Videoteam auf, das mit Videoanimationen die Informationen auch an ganz junge Menschen herangetragen werden kann.

(vdv)

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