Die größten Wisent-Populationen befinden sich in Polen, Belarus und Russland.
Die größten Wisent-Populationen befinden sich in Polen, Belarus und Russland.
Bild: www.imago-images.de / Volker Hohlfeld
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Schutzmaßnahmen wirken: Wisent gilt nicht mehr als gefährdet

27.12.2020, 10:57

Rigorose Schutzmaßnahmen bringen zum Jahresende gute Nachrichten für den Wisent, eine europäische Rinderart: Das Tier, auch europäischer Bison genannt, ist weniger stark gefährdet als bisher, berichtete die Weltnaturschutzunion (IUCN). Sie verwaltet die Rote Liste der gefährdeten Arten und aktualisiert sie laufend. Den Wisent (Bison bonasus) stufte sie von Kategorie drei ("gefährdet") auf Kategorie zwei ("potenziell gefährdet") herab.

Die Zahl der Wisente sei von 1800 im Jahr 2003 auf 6200 im vergangenen Jahr gestiegen, berichtete die IUCN. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Art in der Wildnis schon einmal ausgestorben, überlebte aber in Zuchten und wurde in den 50er Jahren wieder ausgewildert. Die größten Populationen befinden sich in Polen, Belarus und Russland.

Die IUCN listet Tiere und Pflanzen in acht Kategorien, von "ausgestorben" bis "nicht gefährdet". Manche Arten können nicht eingeordnet werden, weil nicht genügend Daten vorliegen. Auf der Liste stehen jetzt fast 129.000 Tier- und Pflanzenarten, von denen fast 36.000 vom Aussterben bedroht sind.

Frösche und Fische ausgestorben

Und im Gegensatz zum Wisent gibt es bei anderen Tierarten traurige Nachrichten zu vermelden: So sind in Mittelamerika laut der IUCN drei Froscharten ausgestorben, in einem der größten Seen der Philippinen, dem Lanao-See, starben zudem 15 der 17 dort einst heimischen Frischwasserfische aus.

Die Haiart Carcharhinus obsolerus, die im vergangenen Jahr erstmals beschrieben wurde, ist jetzt in der Kategorie "vom Aussterben bedroht" aufgeführt. Die Rochenart Riesenmanta (Mobula birostris) wurde hochgestuft in die Kategorie "stark gefährdet". 30 Prozent der Rochen und Haie seien vom Aussterben bedroht, berichtete die Marine Megafauna-Stiftung. Dies sei eine Folge nicht nachhaltiger Fischerei.

Der Fall des Wisent beweist jedoch: Schutzmaßnahmen zahlen sich aus – und könnten auch andere Tierarten vor dem Aussterben bewahren.

(ftk/dpa)

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