Nachhaltigkeit
Bildnummer: 60404053  Datum: 23.01.2013  Copyright: imago/imagebroker
Zwei Hector-Delfine (Cephalorhynchus hectori) begegnen sich beim Sprung aus dem Wasser in der Luft, Ferniehurst, Region Canterbury, Neuseeland, Ozeanien xas x0x 2013 quer 2 Tiere Au

Auch wenn sie hier ganz vergnügt aussehen: Hector-Delfine sind vom Aussterben bedroht. bild: imago images

Gute Nachricht

Schutz für bedrohte Delfine: Neuseeland verbietet Treibnetze

Gute Nachricht für Delfine in Neuseeland: Ab Oktober ist dort die Benutzung von Treibnetzen verboten. Zudem werden laut der neuseeländischen Regierung keine Genehmigungen für seismische Untersuchungen und Meeresbodenbergbau in ausgeweiteten Schutzgebieten für Meeressäuger mehr erteilt.

Mit diesen Maßnahmen soll zum Schutz der bedrohten Maui- und Hector-Delfine beigetragen werden, hieß es. Die Regierung erklärte, man werde den kommerziellen Fischereibetrieben helfen, andere Methoden als Treibnetze zu nutzen.

Von den Maui-Delfinen gibt es demnach in Neuseelands Gewässern nur noch 63 Tiere, womit diese Unterart der Hector-Delfine vom Aussterben bedroht ist. Hector-Delfine gibt es insgesamt auch nur noch rund 15.000 in den Gewässern des Landes – damit ist auch diese Art bedroht.

Diese Säugetiere seien Neuseelands "Schatz", sagte Ministerin Eugenie Sage. Es müsse sichergestellt werden, dass dies auch für künftige Generationen gelte.

Der Vorstoß von Neuseeland kommt allerdings ziemlich spät: Fischerei mit Treibnetzen ist bereits seit Jahrzehnten in der Kritik, weil enorm viele Tiere als Beifang in den Netzen gefangen werden und sterben. In der EU sind Treibnetze deshalb schon seit 2008 verboten.

(ftk/dpa)

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