Nachhaltigkeit
Tail of the humpback whale. Mexico. Sea of Cortez. California Peninsula . An excellent illustration.

Der Gesang von Finnwalen kann bis zu 1600 Kilometer entfernt wahrgenommen werden. Bild: iStockphoto / ANDREYGUDKOV

Gute Nachricht

Forscher vermessen Meeresboden mithilfe von Walgesängen

Was in den Tiefen des Ozeans vor sich geht, davon haben wir oft nur eine ungefähre Ahnung. Noch schwieriger wird es, wenn man tiefer blickt: in die Erdkruste unterhalb des Meeresbodens. Seismologen untersuchen und kartografieren diesen, um etwa Rückschlüsse auf Erdbeben ziehen zu können. Das wird normalerweise mit speziellen Luftgewehren getan, die vom Meeresboden ein Echo zurückwerfen, das Aufschluss über dessen Beschaffenheit gibt.

Einem internationalen Forscherteam ist es nun jedoch gelungen, diese Messungen mit einem natürlichen Geräusch vorzunehmen: mit den Gesängen von Finnwalen nämlich.

Wie die Forscher im Fachmagazin "Science" schreiben, gehören deren Gesänge zu den lautesten natürlichen Geräuschen im Ozean. Sie können sich bis zu 1600 Kilometer weit verbreiten und eine Lautstärke von 189 Dezibel erreichen. Das ist vergleichbar mit der Lautstärke, die von einem Frachtschiff ausgeht.

Einsatz in Meeresschutzgebieten denkbar

Die Walgesänge sind damit laut genug, als dass ihr Echo vom Meeresboden zurückgeworfen und aufgezeichnet werden kann. Die Forscher können so Aussagen darüber treffen, wie kompakt verschiedene Erdschichten unterhalb des Meeresgrundes sind.

Warum das eine gute Nachricht für die Meeresbewohner ist? Unterwasserlärm kann nicht nur das Gehör von Walen und anderen Tieren schädigen, sondern auch deren Kommunikation miteinander empfindlich stören. Auch die Luftgewehrschüsse können den Tieren so schaden, was sich durch die Messung mit den Walgesängen vermeiden lässt.

Komplett ersetzen können die Walgesänge die bisherigen seismografischen Untersuchungen allerdings nicht, sagen die Forscher. In Einzelfällen könnten sie aber zur Vermessung des Ozeanbodens verwendet werden – und beispielsweise den Bewohnern von Meeresschutzgebieten eine Menge Stress und Lärm ersparen.

(ftk)

Gute Nachricht

Statt aus Erdöl: Forscher entwickeln Bio-Plastik aus Bakterien

Die Erde ist geradezu verseucht von Plastikmüll – trotzdem wird immer weiter Kunststoff produziert, pro Jahr sind es derzeit ungefähr 370 Millionen Tonnen. Dass das nicht so weitergehen kann, ist klar. Forscher arbeiten deshalb auf Hochtouren an verschiedenen Möglichkeiten, Plastik zu ersetzen oder nachhaltige Alternativen zu dem umweltschädlichen Erdöl zu finden, das seine Grundlage darstellt.

Mikrobiologen der Universität Tübingen ist das jetzt gelungen, denn sie haben Bakterien derart …

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