Nachhaltigkeit
Good News

Madeira schafft größtes Meeresschutzgebiet im Nordatlantik

Ponta de Sao Lourenco, Madeira, Portugal, Europe
Die Ponta de Sao Lourenco, eine von Madeiras vielen naturbelassenen Küsten, gehört nun auch zum Meeresschutzgebiet. Bild: Zoonar.com/Marc Schmerbeck
Good News

Madeira schafft größtes Meeresschutzgebiet im Nordatlantik

05.12.2021, 12:0105.12.2021, 12:01
Mehr «Nachhaltigkeit»

Wilde Felsenküsten, türkisfarbenes Wasser und mediterrane Vegetation: Madeira – eine Inselgruppe, die im Atlantik vor der Nordwestküste Afrikas liegt und zu Portugal gehört – hat nach eigenen Angaben das größte Meeresschutzgebiet in Europa und dem Nordatlantik geschaffen.

Reservat soll Fischwanderungen unterstützen

Das Schutzgebiet liegt dabei auf halbem Weg zwischen Madeira und den spanischen Kanaren. Laut den Behörden dieser autonomen Region Portugals wurde das Schutzgebiet nun noch mal um zwölf Seemeilen vergrößert und umfasst damit jetzt eine Gesamtfläche von 2.677 Quadratkilometern.

Das offene Gewässer im Areal des Meeresschutzgebietes gilt dabei als wichtiger Korridor für wandernde Fische und Säugetieren. Um diese nun zu schützen, ist hier jede Art des Fischfangs oder auch die Gewinnung von Rohstoffen verboten.

China und Russland verhindern größeres Schutzgebiet

Das ist ein zumindest ein kleiner Erfolg, denn erst Ende Oktober war der Plan für das weltweit größte Meeresschutzgebiet gescheitert. Die 40. Konferenz der Antarktis-Kommission in Australien wollte ursprünglich vier Millionen Quadratkilometer an Meeresgebiet unter Schutz stellen. Das Vorhaben scheiterte jedoch, da China und Russland ihr Veto einlegten. Aktuell sind Greenpeace zufolge nur etwa zwei Prozent der Meere geschützt.

(mcm/dpa)

Fridays for Future: In Europa wird's heiß! Wo bleibt die Klimapolitik?
Klimaschutz ist eine Notwendigkeit. Deshalb schreiben hier junge Aktivist:innen von Fridays for Future regelmäßig für watson über das, was sie bewegt – und was sich politisch bewegen muss. In dieser Woche schreibt Darya Sotoodeh über Hitzewellen in Europa und politisches Desinteresse.
Die ersten Sätze für diesen Text habe ich im Juli geschrieben, bei 38 Grad Celsius. Mittlerweile ist klar: Es war der weltweit drittwärmste Juli seit Beginn der Messungen. Während sich Deutschland allmählich abkühlte, setzte sich die Hitzewelle in Südeuropa fort. Doch nicht nur da, auch in Skandinavien stiegen die Temperaturen auf ein ungewohntes Niveau.
Zur Story