Die Klimakrise ist ein Problem, das nur global gelöst werden kann. Der Bachelor-Studiengang in Neuseeland soll das nötige Wissen dazu vermitteln (Symbolbild).
Die Klimakrise ist ein Problem, das nur global gelöst werden kann. Der Bachelor-Studiengang in Neuseeland soll das nötige Wissen dazu vermitteln (Symbolbild).Bild: iStockphoto / metamorworks
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Den Klimawandel studieren: Das geht künftig in Neuseeland

10.09.2021, 11:53

Die Klimakrise nimmt an Brisanz zu. Bewegungen wie "Fridays for Future", Angehörige politischer Parteien, aber auch Unternehmen und Privatpersonen kämpfen weltweit für nachhaltiges Handeln, damit die Klimaziele erreicht und die Katastrophe abgewendet werden kann. Um zu wissen, wie genau sich unsere Umwelt verändert und wie wir etwas dagegen tun können, ist das richtige Know-How vonnöten. Neuseeland geht als nun gutes Beispiel voran: An der Universität Waikato kann die Klimakrise künftig studiert werden.

Der Bachelor-Studiengang an der Waikato Universität in Neuseeland nennt sich Klimawandel (Bachelor of Climate Change). Den interdisziplinären Studiengang wird es ab 2022 geben, reguläre Studienzeit ist sechs Semester. Das Thema wird dort wirtschaftlich, politisch sowie sozial angegangen. Es gibt die Möglichkeit, sich während des Studiums in eine dieser Richtungen hin zu spezialisieren. Ein besonderes Augenmerk wird jedoch auf die Wechselwirkung zwischen den verschiedenen Bereichen gelegt.

Māori-Philosophie als Leitlinie für neuen Klima-Studiengang

Neuseeland möchte den Blick dafür schärfen, dass die Klimakrise ein Problem ist, das nur global angegangen werden kann. Damit Studierende bereits im Studium mit der Umwelt und ihren Themen auch direkt zu tun haben, sollen die neuseeländische Bevölkerungsgruppe der Māori und weitere Bevölkerungsgruppen der Pazifikküste mit einbezogen werden. Die Philosophie der Māori, dass der Mensch Teil der Welt und ihr nicht überlegen ist, soll Leitlinie sein.

Zum Abschluss des Studiums wird es ein Gruppenprojekt geben, bei dem in Zusammenarbeit mit einer Gemeinde, einer Kommune oder einem Unternehmen ein reales Problem der Klimakrise angegangen und gelöst werden soll. Die Absolventen und Absolventinnen sollen am Ende des Studiengangs Wissen und fachliche Kompetenz erworben haben, das weltweit gefragt ist und zu Lösungen in der Klimakrise beitragen kann.

(lmk)

Fridays for Future: "Lützerath muss erhalten und die Kohle darunter im Boden bleiben"

"Die im dritten Umsiedlungsabschnitt betroffenen Dörfer im Rheinischen Revier wollen wir erhalten. Über Lützerath werden die Gerichte entscheiden." So heißt es im Koalitionsvertrag der neuen Ampel-Regierung über die sechs bedrohten Dörfer im Rheinischen Braunkohlerevier. Das zeigt vor allem eins: Statt klare Kante in der Klimapolitik zu zeigen, wird die Entscheidung wieder weggeschoben an die Gerichte.

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