Earthworm fertilizer for agriculture to nourish the soil.

Die Würmer verwandeln Obst- und Gemüseabfälle, Mehl, Nudeln, Kaffeefilter und Eierschalenin natürlichen Dünger. Bild: iStockphoto / thitimon toyai

Würmer in der WG-Küche: So wird aus Essensresten Pflanzendünger

Für Gartenbesitzer ist klar: Küchenabfälle landen auf dem Komposthaufen. Mit einer Wurmkiste funktioniert die Umwandlung von Biomüll in Humus aber auch in der Etagenwohnung. Schon in wenigen Wochen verwandeln die Kompostwürmer darin Bioabfälle in wertvollen Wurmhumus, der als Dünger für die Wohnungs- oder Balkonpflanzen genutzt werden kann. Wichtig für die kleinen fleißigen Helfer: ein moderat temperierter Standort mit 15 bis 25 Grad.

Die Minikompostierer gibt es entweder fertig, als Bauset oder zum Selberbauen. Sie bestehen meist aus flachen, stapelbaren Boxen mit gelochten Bodenplatten, erklären die Experten der Zeitschrift "Mein schöner Garten". Alternativ tut es auch eine Holzkiste, die in der Mitte von einem Gitter oder einer Wand mit Löchern in zwei Kammern getrennt wird. Wichtig dabei ist, dass die Kiste luftdurchlässig ist.

Kompostiert werden können alle pflanzlichen Abfälle inklusive Mehl, Nudeln, Kaffeefilter und Eierschalen. Fleisch, stark fetthaltige und saure Abfälle wie Sauerkraut eignen sich hingegen nicht. Auch Giftpflanzen sollten nicht kompostiert werden.

Völlig geruchlos

Der Vorteil an der Wurmkiste: Im Gegensatz zu einem Komposthaufen im Garten muss der Wurmhumus nicht umgesetzt werden und der Prozess läuft völlig geruchlos ab, versprechen die Experten.

Die Würmer selbst bekommt man im Fachhandel, beispielsweise beim Angelbedarf. Eine andere Möglichkeit: Einen Freund oder Bekannten mit einem eigenen Garten nach etwas Kompost bitten. Experten empfehlen dabei idealerweise den Kompost von mindestens zwei Gärten zu mischen, denn je unterschiedlicher die Würmer und Kleinstlebewesen im Boden sind, desto besser für die Wurmkiste.

(ftk/dpa)

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