Mit Blumen überrascht zu werden, kann eine große Freude sein: Insbesondere dann, wenn der Strauß nachhaltig angebaut und verschickt wurde (Symbolbild).
Mit Blumen überrascht zu werden, kann eine große Freude sein: Insbesondere dann, wenn der Strauß nachhaltig angebaut und verschickt wurde (Symbolbild).Bild: iStockphoto / Artem Peretiatko
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Wiener Start-Up ermöglicht nachhaltige Blumensträuße zum Valentinstag

14.02.2022, 12:19

Heute ist der 14. Februar – Valentinstag – der Tag, an dem sich verliebte Paare ihre Liebe bekunden und das einander mit Aufmerksamkeiten oder einem schönen Abendessen mitteilen. Der Handelsverband Österreich führte zum diesjährigen Anlass mit 660 Bewohnerinnen des Landes eine Umfrage durch, mit welchen Geschenken am Valentinstag aufgewartet werden soll. Die Antwort von 53 Prozent der Befragten: Blumen, am liebsten Schnittblumen. Dass damit am Tag der Liebe ein wenig nachhaltiges Geschäft in Gang gesetzt wird, könne doch nicht sein, dachten sich zwei Österreicherinnen und gründeten kurzerhand "The Blooming Project" für ein nachhaltiges Schnittblumen-Vergnügen am Valentinstag.

Die symbolhafteste Blume, um "Ich liebe dich." zu sagen ist die Rose. Im Jahr 2020 war diese laut Daten des Zentralverbandes Gartenbau mit Abstand die am meisten verkaufte Schnittblume. Die Blume wächst jedoch nicht regional, sondern wird vorzugsweise in den Niederlanden angebaut. Rund 1,03 Milliarden Stück kamen 2020 aus dem Nachbarland, so das Statistische Bundesamt. Den Niederlanden folgen Exportländer wie Äthiopien, Kenia oder Sambia. Mit dem Blumentransport gehen also hohe Emissionen einher. In den Niederlanden werden die Blumen zudem in energieintensiven, beheizten Gewächshäusern herangezogen. In den weiter entfernten Exportländern kommen unzureichender Arbeitsschutz und schlechte Arbeitsbedingungen hinzu.

Im Winter gibt es Trockenblumensträuße

Das Wiener Start-Up zeigt nun, wie die Blumen-Überraschung am Valentinstag ganz ohne schlechtes Gewissen gelingt – indem es bessere, nachhaltige Bedingungen schafft: Statt die Schnittblumen zu importieren werden sie regional, saisonal, unter Bio-Kriterien und fairen Bedingungen von Landwirten angebaut. Ist eine bestimmte Schnittblume gerade nicht in Saison, gibt es stattdessen Trockenblumensträuße.

Die Gründerinnen Hannah Krimmer und Katharina Neßler vertrauen bei dem Projekt auf den Rat von Experten und Expertinnen, wie sie gegenüber der online-Fachzeitschrift "techandnature" angeben: "Wir sind beide keine ausgebildeten Floristinnen. Offiziell sind wir Landwirtinnen", so Mitgründerin Neßler. Deshalb arbeiten sie mit Wiener Floristen und ausgewählten Einzelhändlern, wie "Der Greißler", zusammen. Im Schnitt kostet ein Standard-Blumenstrauß rund 20 Euro, ob frisch oder getrocknet. Zudem könnten sich die Kunden bei individuellen Wünschen auch direkt an das Unternehmen wenden.

(lmk)

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