Pumas waren auf dem amerikanischen Kontinent einmal weit verbreitet. Inzwischen werden die Berglöwen immer seltener (Symbolbild).
Pumas waren auf dem amerikanischen Kontinent einmal weit verbreitet. Inzwischen werden die Berglöwen immer seltener (Symbolbild). Bild: iStockphoto / SandmanXX
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Projekt im Bundesstaat Washington soll Pumas vor dem Aussterben retten

09.02.2022, 12:11

In vielen Regionen der Welt, in denen der Puma eigentlich seinen Lebensraum hat, ist das Raubtier vom Aussterben bedroht. Im Bundesstaat Washington haben sich deshalb nun Wissenschaftler und Angehörige indigener Völker in einem Projekt zusammengeschlossen, um den Bestand der Berglöwen zu sichern.

Pumas (Pumas concolor) sind auf dem amerikanischen Kontinent immer seltener zu finden, da ihr Lebensraum sich stets verkleinert hat. Einst gab es kein anderes Säugetier des amerikanischen Doppelkontinents, das ein vergleichbar weit ausgedehntes Verbreitungsgebiet hatte. Es reichte vom Süden Kanadas über Mittelamerika bis ins südliche Patagonien. Grund für die Bedrohung der Art ist die Ausrottung durch den Menschen.

Mit einer Vergrößerung des Habitats soll der Puma seinen Lebensraum zurückerlangen

Die Population der Berglöwen, die heutzutage noch vorzufinden ist, hat eine minimale genetische Vielfalt und ist deshalb besonders bedroht. Um diesen Tieren einen Schutz zu bieten und eine wieder aufsteigende Fortpflanzung der Tiere zu ermöglichen, wurde das Gemeinschafts-Projekt Olympic Cougar gegründet.

Dieses besteht aus renommierten Wissenschaftlern, dem Verkehrsministerium und Angehörigen verschiedener indigener Völker der Region Port Angeles im US-Staat Washington. Mit dem Projekt sollen die Wanderrouten der Tiere aufgezeichnet werden, sodass ihnen Wege zur Routenvergrößerung bereitet werden können. In der Praxis werden demnach Raubkatzen mit GPS-Halsbändern versehen und ihre Routen darüber getrackt.

Wissenschaftliche Erkenntnisse werden mit traditionellem Wissen gepaart

Geschehen soll dies unter anderem mit einem Ausbau von Wildtierbrücken. Zu der Zusammenarbeit von indigenen Menschen mit der Forschung zur Rettung der Wildkatzen äußert sich Vanessa Castle, Angehörige des Lower-Elwha-Klallam-Stammes, gegenüber der ZEIT folgendermaßen:

"Als indigene Menschen lernen wir, dass wir in zwei Welten leben müssen – eine, die auf traditionellen Wurzeln beruht, und eine, die moderne Entwicklungen umfasst. Ich denke, dieser Ansatz verändert die Art, wie Forschende über diese Tiere denken."
Vanessa Castle, Angehörige des Lower-Elwha-Klallam-Stammes

Mit dem projektbezogenen Zusammenschluss sollen die modernen Kenntnisse in der Wildtierforschung gepaart mit traditionellem Wissen über die regionalen Ökosysteme eine Besserung der Lebensverhältnisse für den Puma bringen und dazu beitragen, seine Art zu erhalten.

(lmk)

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