Nachhaltigkeit
African Elephants on the Masai Mara, Kenya, Africa

Fühlen sich in Kenia wieder richtig wohl: Elefanten. Bild: E+ / Andrew Linscott

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Population verdoppelt: Kenias Elefanten erleben Babyboom

Das Elefantenleben ist kein leichtes: Wilderer wollen mit ihren Stoßzähnen aus Elfenbein Geld verdienen, in der traditionellen ostasiatischen Medizin werden eben diese als Heilmittel gehandelt. Und dann sind da noch ständig diese schlecht gekleideten Touristen, die auf Safari ihr Smartphone so lange auf die Dickhäuter richten, bis sie möglichst possierlich dreinschauen.

Pudelwohl fühlen sich aber offenbar die Elefanten in Kenia – dort gab es zuletzt einen regelrechten Babyboom. Rund 170 Elefantenkälber wurden in diesem Jahr bereits geboren. Seit den 90er-Jahren hat sich die Zahl der Elefanten damit verdoppelt, verkündete der Kenya Wildlife Service anlässlich des Welt-Elefanten-Tags.

Demnach gab es im Jahr 1989 lediglich 16.000 Elefanten in dem ostafrikanischen Land, bis Ende des vergangenen Jahres wuchs ihre Zahl aber auf 34.800 an. "In den letzten Jahren haben wir es geschafft, die Wilderei in diesem Land zu drosseln", sagte der kenianische Tourismusminister Najib Balalauring bei einem Besuch im Amboseli Nationalpark. Und tatsächlich sank die Zahl der in Kenia gewilderten Elefanten zuletzt: 2020 wurden bislang nur sieben Tiere erlegt, im Vergleich zu 34 im vergangenen Jahr und 80 im Jahr 2018.

Verbranntes Elfenbein als Zeichen an Wilderer

Das liegt mitunter daran, dass die Regierung höhere Geldstrafen und strengere Haftstrafen für Wilderei und den Handel mit Wildtiertrophäen beschlossen hat. Ein deutliches Signal an die Wilderer setzte Präsident Uhuru Kenyatta 2016: Er verbrannte öffentlich Elefantenstoßzähne im Wert von rund 87 Millionen Euro.

Betrachtet man den gesamten afrikanischen Kontinent, zeichnet sich jedoch ein deutlich düstereres Bild ab. Wilderei dezimierte die Elefantenpopulation in den vergangenen Jahrzehnten enorm: Von 1,3 Millionen Elefanten in den 1970er Jahren sank ihre Zahl auf etwa 500.000. Davon lebt der Großteil in Safariparks und Reservaten. Nur etwa 30.000 leben Schätzungen zufolge noch in der freien Wildbahn.

Der Babyboom in Kenia lässt trotzdem hoffen – und er zeigt, dass strikte Schritte gegen Wilderei durchaus erfolgreich sein können.

(ftk)

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