Den Fischen wird durch die Schleuse ein sicheres Schwimmen ermöglicht.
Den Fischen wird durch die Schleuse ein sicheres Schwimmen ermöglicht.
Bild: www.imago-images.de / A. Hartl
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Start-up: Grüner Strom durch Fischwanderung

07.04.2021, 11:2417.05.2021, 08:30

Sicheres Geleit für Fische und grüner Strom in einem – das ist das Ziel des österreichischen Start-ups Fishcon. Mit einer Fischschleuse will das Linzer Unternehmen den Fischen bei Wasserkraftwerken ein natürliches Durchschwimmen ermöglichen. Eine zusätzliche Turbine erzeugt dabei Strom.

Die Schleuse besteht aus zwei Röhren, welche jeweils an einer Seit geöffnet sind – in diese können die Fische hineinschwimmen. In einem Verbindungsstück zwischen den zwei Röhren drosselt eine Turbine die Durchflussgeschwindigkeit so weit, dass eine sichere Passage möglich ist.

Durch eine Turbine wird Strom erzeugt

Im Abstand von 15 bis 60 Minuten schließen sich die Röhren und öffnen an der gegenüberliegenden Seite, dadurch können die Fische wieder hinausschwimmen.

So soll die Schleuse funktionieren.
So soll die Schleuse funktionieren.
bild: screenshot / fishcon.at

Damit die Fische sich nicht versehentlich in die Turbine verirren, haben die Entwickler einen feinen Rechen angebracht. Der Clou: Die Turbine im Verbindungsrohr verringert nicht nur die Fließgeschwindigkeit, sondern erzeugt gleichzeitig auch noch grünen Strom.

Das Unternehmen hat schon Anfragen aus Deutschland und Österreich

Bisher stehen zwei Pilotanlagen in Österreich, an denen die Schleuse getestet wird – und das mit Erfolg. Sowohl in Österreich als auch in Deutschland wurde eine ökologische Wirksamkeit nach Länderstandard zertifiziert.

In beiden Ländern liegen schon Anfragen für Bauprojekte vor. "Zwischen der Einreichung eines Projektes und dem tatsächlichen Baubeginn liegen im Durchschnitt eineinhalb Jahre", sagte der Gründer Bernhard Mayrhofer dem Magazin "Tech & Nature".

Die Fishcon-Schleuse ist relativ günstig

Eine weitere Funktion der Schleuse soll ein Monitoringsystem mit Videoauswertung werden. Dadurch soll das Zählen der Tiere möglich werden, ohne sie dabei aus dem Wasser entnehmen zu müssen.

So sieht die Schleuse aus.
So sieht die Schleuse aus.
bild: screenshot / fishcon.at

Die Schleuse kann an verschiedenen Standorten eingesetzt werden, vom Wasserkraftwerk, bis zu Wehranlagen. "Herkömmliche Wanderhilfen kosten im Schnitt 185.000 Euro", sagte der Gründer. Der Preis der Fishcon-Schleuse liege weit darunter. Der genaue Preis errechnet sich nach Größe und Fallhöhe der Anlage.

(lfr)

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