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Beim Streamen wird viel Strom verbraucht und es entsteht eine Menge Co2.Bild: iStockphoto / Prostock-Studio
Klima & Umwelt

Grünes Streaming: So spart ihr Energie bei Netflix, Amazon & Co.

08.05.2022, 15:2111.05.2022, 15:26

Nicht nur aufgrund der aktuellen politischen Weltlage, sondern auch dem Klima zuliebe fragt sich der ein oder andere wohl gerade, wie man etwas Energie einsparen kann. Das betrifft so ziemlich jeden Lebensbereich – auch das Streaming.

Laut einer Studie des "Think Tank Shift Project" ist das Streamen von Videos für mindestens ein Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich. Im Jahr 2018 waren es über 300 Millionen Tonnen. Das entspricht etwa der Menge, die das gesamte Land Spanien in einem Jahr ausstößt.

Verschiedene Streaming-Dienste sind auf dem Display eines iPhone SE zu sehen.
Bild: dpa / Silas Stein

Egal ob Netflix, Amazon Prime, Disney Plus oder Sky – beim Fernsehen über einen Streaming-Dienst verbrauchen wir eine Menge Strom. Worauf man achten kann, damit das Ganze ein bisschen günstiger und klimafreundlicher wird, zeigen wir euch jetzt.

1. Tipp: Bezieht grünen Strom

Wenn ihr es noch nicht getan habt, dann ist dieser Artikel eventuell ein Anreiz, um auf Ökostrom umzusteigen. Tipps zu passenden Ökostrom-Tarifen gibt es zum Beispiel beim Nachhaltigkeitsportal Utopia, das kürzlich Tarife verschiedener Stromanbieter miteinander verglichen hat. Zugegeben, dieser erste Tipp ist kein klassischer Spar-Tipp – aber er bildet die Grundlage für klimafreundliches Streaming.

2. Tipp: Benutzt das Tablet oder Handy statt den großen Fernseher

TV-Geräte haben einen größeren Bildschirm als Tablets oder Smartphones, deswegen verbrauchen sie auch deutlich mehr Strom. Berechnungen von Eon zeigen, dass jemand, der täglich ein bis zwei Stunden über das Smartphone oder Tablet streamt, nur vier Kilowattstunden jährlich verbraucht, wohingegen TV-Nutzer bis zu 50 Kilowattstunden im Jahr benötigen. Das wirkt sich auch auf die Stromrechnung aus.

3. Tipp: Setzt die Qualität herunter

Videos in HD-Auflösung zu schauen, ist natürlich am schönsten. Doch eigentlich muss es nicht immer sein. Und wer Energie sparen will, der kann die Auflösung ein bisschen senken, zum Beispiel auf 720p oder 480p. Die Verbraucherzentrale rät dazu, die Bildqualität anzupassen und so weniger Strom zu verbrauchen. Wenn ihr nicht wisst, wie das geht, lest am besten einfach auf der Website des entsprechenden Streaming-Dienstes nach, dort finden sich meist Anleitungen.

4. Tipp: Musik herunterladen

Genauso wenig wie wir DVDs und Videokassetten anschauen, hören wir CDs oder Schallplatten. Gestreamt werden also nicht nur Filme und Serien, sondern auch Musik – zum Beispiel über Spotify, Deezer oder Apple Music. Die Umweltbelastung minimiert ihr hier, indem ihr eure Lieblingsmusik downloadet, anstatt sie immer wieder von neuem zu streamen. Und Youtube nutzt ihr am besten nur, wenn ihr das Video unbedingt sehen wollt. Gibt es das Lied, das ihr hören wollt, auch bei einem Musik-Streamingdienst, dann ist das die umweltfreundliche Wahl.

5. Tipp: Gerät so lange wie möglich nutzen

Wenn euch die Umwelt am Herzen liegt, dann kauft nicht jedes Jahr das neueste Smartphone, sondern verwendet eure Kleingeräte so lange wie möglich. Denn bei der Herstellung von Handys und Tablets wird sehr viel Energie aufgebracht – und das soll sich wenigstens lohnen. Und wenn ihr doch ein Elektrogerät neu kaufen solltet, achtet auf seine Energieeffizienz – das EU-Energielabel, der Blaue Engel oder "TCO Certified" bieten einen guten Anhaltspunkt.

(sb)

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