Die Förderbrücke F60 und mehrere Bagger stehen im Braunkohletagebau Welzow-Süd der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG). Hier wird seit 1959 das 2. Lausitzer Kohleflöz abgebaut. Dazu müssen sich die ries ...
Die Förderbrücke F60 und mehrere Bagger stehen im Braunkohletagebau Welzow-Süd der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG).Bild: dpa-Zentralbild / Patrick Pleul
Klima & Umwelt

Kohle löst Windkraft als wichtigste Stromquelle in Deutschland ab

17.03.2022, 10:4017.03.2022, 11:39

Der in Deutschland ins Netz eingespeiste Strom stammte 2021 mehrheitlich von fossilen Energieträgern. Ungünstige Wetterbedingungen sorgten dafür, dass Kohle die Windkraft als wichtigsten Energieträger ablöste, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

Die Stromerzeugung aus konventionellen Quellen wie Kohle, Erdgas oder Atomenergie stieg demnach zum Vorjahr um 11,7 Prozent und machte 57,6 Prozent an der gesamten Stromerzeugung aus. Die Einspeisung aus erneuerbaren Energien sank um 7,6 Prozent und kam auf gut 42 Prozent.

Klimaschädlicher Strom aus Kohlekraftwerken nahm 2021 um fast ein Viertel zu

Dabei war Kohle der wichtigste Energieträger zur Stromerzeugung: Mit einem Plus von fast einem Viertel verbuchte der klimaschädliche Strom aus Kohlekraftwerken den höchsten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil von Kohlestrom an der eingespeisten Strommenge betrug damit gut 30 Prozent – nach 24,8 Prozent im Vorjahr. Der Kohlestrom in Deutschland stammt zu rund 60 Prozent aus der als besonders klimaschädlich geltenden Braunkohle, wie die Statistiker mitteilten. Deutschland will bis spätestens 2038 und idealerweise schon bis 2030 aus der Stromproduktion mit Kohle aussteigen, wie es im Koalitionsvertrag heißt.

Windräder an Land und auf See steuerten weniger Strom bei, weil es im Frühjahr 2021 weniger windig war als im Jahr zuvor. Strom aus Windkraft hatte dadurch lediglich einen Anteil von 21,5 Prozent. 2020 war sie mit 25,2 Prozent erstmals der wichtigste Energieträger in der Stromerzeugung.

Die Einspeisung aus Photovoltaik sank leicht. Deutlich weniger Strom wurde auch aus Erdgas erzeugt (12,6 Prozent), da die Preise für den Energieträger im zweiten Halbjahr deutlich anzogen. Ebenso hoch war der Anteil von Strom aus den verblieben Atomkraftwerken.

(joe/dpa)

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