Nachhaltigkeit
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Regenwälder sind nicht nur wichtiger Lebensraum für viele bedrohte Arten – sie nehmen auch CO2 auf. Noch. Bildagentur-online / Bildagentur-online/Nilsen-McPhot

Regenwälder verlieren laut Studie die Fähigkeit, CO2 aufzunehmen

Regenwälder sind für den Klimaschutz sehr wichtig. Sie nehmen das klimaschädliche CO2 aus der Atmosphäre auf und speichern es in den Bäumen. Dort kann es keinen Schaden anrichten.

Doch um diese Fähigkeit der tropischen Wälder steht es nicht zum Besten. Das belegt eine Studie, die im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht wurde.

Das Forschungsteam kommt zu dem Ergebnis, dass die CO2-Aufnahme durch die Regenwälder immer weiter abnimmt. Der Rückgang ist geradezu dramatisch. Und das schon seit den 1990er Jahren.

Zwischen 2010 und 2019 konnten die Tropenbäume nur noch halb so viel CO2 aufnehmen wie von 1990 bis 1999. In Zahlen sind es 21 Milliarden Tonnen CO2 weniger. Das entspricht etwa der Menge, die allein Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Kanada zusammen in einem Jahrzehnt durch die Nutzung von fossilen Energien verursachen.

Waldsterben geht weiter

Der Grund ist einfach: Viele Bäume sterben ab. Auch das ist dem Klimawandel geschuldet: Am Amazonas haben die Bäume vor allem Probleme mit höheren Temperaturen und Dürren.

Und auch ein Blick in die Zukunft fällt nicht gerade rosig aus. Nach Prognosen der Forschenden, die auf Simulationen beruhen, werden die Wälder bald sogar mehr CO2 ausstoßen, als sie aufnehmen. Schon ab 2030 könnte das demnach der Fall sein.

Grundlage der Studie sind mehr als 300.000 Bäume in Afrika und im Amazonas. Diese wurden von den Forschenden über 30 Jahre lang untersucht und beobachtet.

(om)

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