Nachhaltigkeit
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Von Penzance können wir uns einen Scheibe abschneiden. Bild: www.imago-images.de

Vorbildlich: Britische Stadt ist seit 2017 plastikfrei

Deutschland tut sich schwer mit der Nachhaltigkeit. Sehr schwer. Das gilt besonders für den Plastikmüll. 2018 wurden bei uns täglich 127.800 Tonnen Plastikmüll produziert. Viel zu viel! Dabei gibt es schon so viele Städte, an denen wir uns ein Beispiel nehmen könnten. Zum Beispiel Penzance im britischen Cornwall.

Mehr als 100 Kommunen und Kleinstädte in England erhielten bereits den Status "plastikfrei". Die kleine Küstenstadt Penzance war die erste, die diese Auszeichnung im Jahr 2017 erhielt. Mittlerweile sind 125 Betriebe, darunter Restaurants und Läden, komplett plastikfrei, wie die "Huffington Post" berichtet. Verantwortlich dafür ist demnach Projekt-Initiatorin Rachel Yates. Sie ist langjährige Unterstützerin der Nonprofit-Organisation "Surfers Against Sewage" (Surfer gegen Verschmutzung) und arbeitet zudem bei "Plastic Free Communities".

Das Ergebnis harter Arbeit

Mindestens zwölf der Betriebe in Penzance musste Yates höchstselbst von einem Lebensstil ohne Plastik überzeugen. Dabei ging es hauptsächlich um die Vermeidung von vier Typen von Wegwerfplastik: Plastikbeutel, Strohhalme, Becher und Verpackungen. Diese sollten durch umweltfreundliche Alternativen ersetzt werden. Geschafft hat sie das Ganze in sechs Monaten. Cafés, Hotels, Gästehäuser und Einzelhändler wirtschaften jetzt plastikfrei.

Auch die Kunden sollen zu einem grüneren Mindset bekehrt werden. Sie sollen zum Einkaufen zum Beispiel Glasbehälter oder wiederverwendbare Flaschen zum Auffüllen von Milch mitbringen. Außerdem kann man in Lunchboxen auch sehr gut Mehl, Früchte oder Fleisch transportieren.

Plastikfrei kommt gut an

Emily Kavanaugh ist die Besitzerin des Pure Nuff Stuff Shops in Penzance und findet einen plastikfreien Betrieb hervorragend. In ihrem kleinen Laden verkauft sie Cremes, Shampoos und Hygieneartikel, viele unverpackt. Das kommt bei den Bewohnern der Kleinstadt ziemlich gut an. "Wir produzieren viermal mehr Seife als im letzten Jahr, da die Kunden von Shampoo in Flaschen auf Shampoo-Seife umsteigen."

Falls euch das Thema interessiert und ihr euch von anderen Beispielen inspirieren lassen wollt, könnt ihr ja mal auf der Plastic Free Community Seite vorbeischauen.

Übrigens: Verpackungsfreie Läden existieren auch schon in vielen deutschen Großstädten. Unabhängig davon könnt ihr auch Plastikverpackung im Discounter oder Supermarkt lassen, keine Plastiktüten mit nach Hause schleppen und stattdessen Tragenetze benutzen.

(joey)

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