Bildnummer: 53487087  Datum: 25.06.2006  Copyright: imago/blickwinkel
Das Forschungsschiff Polarstern in der Antarktis wird an der Schelfeiskante entladen, Antarktis, Weddellmeer the research ship Polarstern in the Antarctica at discharge, Antarctica BLWS037077 kbdig 2006 quer Antarktis Antarctica antarctic Southern Ocean Suedozean Meer ocean Schelfeiskante shelf ice research vessel Forschungsschiff Schiff ship Schiffsentladung Abenteuer Forschung Extrembedingungen work in the ice Arbeiten im Eis Eisbucht Querformat Atlantischer Ozean Atlantik Suedlicher Ozean Weddellmeer Weddell-Meer antarktisch Polargebiet Polargebiete Forschung Schiffe Forschungsschiffe Expedition Expeditionen Antarktisexpedition Antarktisexpeditionen Antarktisforschung Eis Kaelte kalt Frost frostig Eisdecke Eisdecken Eisfeld Eisfelder Eisscholle Eisschollen Landschaft Landschaften Lebensraum Lebensraeume Eiswueste Eiswuesten Lebensfeindlichkeit lebensfeindlich blauer Himmel wolkenloser Himmel blau Schelfeis Gewaesser Meere Ozean Ozeane See Technik Transport Verkehr Schiffahrt Seeschifffahrt Wissenschaft Forschungsstation Forschungsstationen Beruf Berufe Berufswelt Arbeit Arbeitsleben Arbeitswelt Wissenschaftler Naturwissenschaftler Hubschrauber Helikopter Eisberg Eisberge horizontal format Atlantic Ocean Atlantic Weddell Sea research ships research ship research ships expeditions Antarctic expedition Antarctic expeditions Antarctic research ice coldness frosty icy ice sheet ice sheets sheet of ice sheets of ice ice cap ice caps ice crust ice crusts frost crust frost crusts ice field ice fields floe floes ice floe ice floes landscape landscapes biotope biotopes ice desert ice deserts cold hostility hostile blue sky cloudless sky sea seas oceans engineering traffic shipping ocean shipping navigation maritime navigation science scientific station scientific stations job jobs profession professions scientist scientists natural scientist natural scientists naturalist naturalists helicopter waters iceberg icebergs 

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Das Forschungsschiff "Polarstern" hat sich den Weg durch das Meereis schneller gebahnt, als gedacht. Jetzt wollen die Forscher den Gefrierprozess beobachten. bild: imago images / blickwinkel

Zu dünnes Eis: Forschungsschiff schon jetzt am Nordpol angekommen

Das Forschungsschiff "Polarstern" hat auf dem letzten Fahrtabschnitt seiner Arktis-Expedition "Mosaic" den nördlichsten Punkt der Erde erreicht. "Es war ein unglaublich schneller Ritt", sagte Expeditionsleiter Markus Rex der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. "Wir hatten einen breiten Bereich mit geringer Eiskonzentration und dünnem Eis." Gestartet war die "Polarstern" auf der Nordseite Grönlands. Normalerweise sei das Seegebiet dort so dicht bedeckt mit teilweise mehrjährigem Meereis, dass eine Fahrt dort nicht empfehlenswert sei, betonte Rex.

"Es ist erschreckend zu sehen, wie dünn das Meereis ist und wie schnell es schmilzt. Es muss dringend etwas passieren. Die Arktis kann nicht lange warten." Das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI) hatte im Juli mitgeteilt, dass die arktische Meereisausdehnung so gering ist, wie es seit Beginn der Satellitenmessungen für den Monat Juli noch nie beobachtet wurde.

Alarmierendes Zeichen

Das arktische Eis erreicht gewöhnlich im März seine größte und im September seine geringste Ausdehnung. Im September 2012 war mit 3.4 Millionen Quadratkilometern die bislang kleinste Eisfläche seit 1979 beobachtet worden, im September 2019 die zweitgeringste Ausdehnung. Ob die Negativ-Rekorde in diesem Jahr noch einmal getoppt werden, werde sich im September zeigen, so Rex.

Die "Polarstern" ist seit elf Monaten in der Arktis unterwegs. Zunächst driftete sie mit einer riesigen Scholle mit, Ende Juli zerbrach diese. Seitdem fährt der Eisbrecher unter Motor wieder Richtung Norden. "Wir werden über den Nordpol hinaus Richtung Sibirien fahren, um uns eine neue Eisscholle zu suchen", sagte Rex. Dort wollen die Wissenschaftler den beginnenden Gefrierprozess beobachten. Es ist das letzte Puzzlestück, das den Forschern in der Beobachtung des Jahreszyklus des Eises in der Arktis fehlt.

(lau/dpa)

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