Im Sommer waren Fleischersatz-Produkte noch beliebter denn je.
Im Sommer waren Fleischersatz-Produkte noch beliebter denn je.Bild: iStock Editorial / Andrei Stanescu

Hamsterkäufe und McDonalds-Wirrwarr: Beyond Meat erleidet Kurssturz

12.11.2020, 11:0813.11.2020, 10:42

Fleischersatz schmeckt den Anlegern nicht. Ein enttäuschendes Quartalsergebnis brockt Beyond Meat den größten Kurssturz seit etwa eineinhalb Jahren ein. Die Aktien des US-Anbieters veganer Burger brachen zu Beginn der Woche um knapp ein Viertel ein.

Das Umsatzwachstum verlangsamte sich den Angaben zufolge auf rund 40 von 200 Prozent im Vorquartal. Außerdem machte die Firma einen überraschenden Verlust von 0,05 Dollar je Aktie. Grund hierfür seien nachlassende Hamsterkäufe, sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. Diese vermittelten einen falschen Eindruck der Nachfrage, daher habe Beyond Meat seine Ziele verfehlt.

Verwirrung um neuen "McPlant"-Burger bei McDonalds

Für Verwirrung sorgte außerdem die Ankündigung eines pflanzlichen "McPlant"-Burgers durch McDonalds. Medien werteten dies als Anfang vom Ende der Partnerschaft mit Beyond Meat, die die Schnellrestaurantkette bislang mit dem "PLT"-Burger für Test-Filialen in Kanada beliefern.

Ein Testrestaurants in Ontario, Kanada, wirbt für einen fleischlosen Burger von McDonald's mit einer Beyond Meat-Pflanzenfrikadelle.
Ein Testrestaurants in Ontario, Kanada, wirbt für einen fleischlosen Burger von McDonald's mit einer Beyond Meat-Pflanzenfrikadelle.Bild: reuters / MOE DOIRON

Beyond Meat betonte, die Partnerschaft mit McDonald's sei stark und man habe bei der Entwicklung des "McPlant" kooperiert.

Fleischersatz-Geschäft boomte zu Beginn der Krise

Im Sommer waren Fleischersatz-Produkte noch beliebter denn je. Für Fleischliebhaber waren es harte Zeiten – nicht nur in Deutschland, auch in den USA, wo Beyond Meat seinen Hauptsitz hat.

Vielen wurde die Lust auf saftige Rinder-Burger und Schweine-Nackensteaks von Meldungen über massenhafte Covid-19-Infektionen in Fleischbetrieben vergällt. Auch Menschen, die sonst nicht vegan oder vegetarische leben, stiegen in der Konsequenz auf die Fleischlos-Variante um.

(mse/reuters)

Deutsches Start-up holt 32 Tonnen Plastikabfall aus verschmutztem Wasser

An die 200 Millionen Tonnen Plastikmüll schwimmen in unseren Ozeanen: das schätzen Wissenschaftler nach derzeitigem Forschungsstand. Der WWF gibt an, dass außerdem weitere zwölf Tonnen pro Jahr dazu kommen. Dagegen will nun das deutsche Start-up "Plastic Fischer" vorgehen: Mit ihrem Geschäftskonzept konnten sie bislang 32 Tonnen Plastikabfall aus verschmutzten Gewässern entfernen.

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