Nachhaltigkeit
ALDI Nord Filiale am 01.04.2020 in Gladbeck Aldi  Eigenschreibweise ALDI, steht für Albrecht Diskont  bezeichnet die beiden Discount-Einzelhandelsketten Aldi Nord und Aldi Süd. Es handelt sich um zwei separate Unternehmensgruppen, die jeweils aus mehreren dutzend voneinander unabhängigen Regionalgesellschaften bestehen. Diese Unternehmen erwirtschaften zusammengenommen einen höheren Umsatz als jede andere deutsche Einzelhandelsgruppe. Aldi zählt zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit. *** ALDI Nord branch on 01 04 2020 in Gladbeck Aldi Spelled ALDI, stands for Albrecht Diskont refers to the two discount retail chains Aldi Nord and Aldi Süd These are two separate groups of companies, each consisting of several dozen independent regional companies These companies together generate a higher turnover than any other Germa xRx

In einigen Filialen von Aldi Nord gibt es nun Wasser aus der Region zu kaufen. Bild: www.imago-images.de / Revierfoto

Neuer Trend: Aldi setzt auf regionales Wasser und Markenprodukte

Geschäfte mit günstigen Lebensmitteln laufen nicht mehr so gut, das muss auch der Discounter Aldi feststellen. Sogenannte Preiseinstiegsartikel sind immer weniger gefragt, auch bei den Getränken. Die Billig-Wasser der Discounter sind nicht mehr so beliebt, stattdessen greifen die Kunden lieber zu regionalen Markenprodukten. Ein Grund für Aldi, an seiner Getränkestrategie zu arbeiten.

Wie die "Lebensmittelzeitung" berichtet, unternimmt Aldi Nord nun den Versuch, im Raum Bielefeld regionale Wassermarken in den Filialen zu etablieren. Aldi Nord bestätigte gegenüber watson die Tests. Ob das regionale Wasser dauerhaft in das Sortiment genommen werden soll, bleibt aber offen. "Wir können bestätigen, dass wir in mehreren Regionen regionales Wasser angeboten haben, unter anderem Rheinfelsquelle in NRW und Vilsa im norddeutschen Raum", so ein Sprecher gegenüber watson.

Zulasten der Eigenmarken soll die Anpassung des Sortiments aber nicht gehen: "Selbstverständlich werden wir weiterhin an unseren starken Wassermarken Quellbrunn festhalten", teilte der Sprecher weiter mit.

Preislich lohnt sich das Geschäft mit dem regionalen Wasser für den Discounter. Die regionalen Produkte kosten mehr im Laden als die Billig-Wasser und werfen somit höheren Gewinn ab.

Mehr Umsatz durch Markenprodukte

Auf der Suche nach besseren Erträgen verfolgt der Discounter schon seit längerem die Strategie, Markenprodukte und regionale Artikel in das Sortiment aufzunehmen. Bei Aldi Süd hat es beispielsweise Rosbacher im Frankfurter Raum in die Regale geschafft. Volvic und San Pellegrino werden in einigen Regionen ebenfalls angeboten.

Bei Aldi Nord wiederum zählt Gerolsteiner zum Angebot. Mit 0,59 Euro pro Flasche lassen sich bessere Gewinne erzielen als mit 0,19 Euro für die 1,5 Liter Flasche einer Billig-Marke.

Auch bei gekühlten Softdrinks werden zunehmend teurere Markenprodukte in das Sortiment aufgenommen. Rauch Eistee, Coca-Cola, Fanta und Red Bull zählen schon länger zum dauerhaften Angebot. In der Region Bingen testet Aldi Süd außerdem Biere wie Früh Kölsch oder Bitburger in Mehrwegflaschen.

Und was macht Aldi Süd?

Auch bei Aldi Süd hat es regionales Mineralwasser schon in die Läden geschafft. Das Unternehmen teilte watson mit: "Aktuell bieten wir bei Aldi Süd in ausgewählten Filialen bereits Mineralwasser aus der Region an." Seit Mai 2019 sei etwa Wasser von Franken Brunnen im Sortiment, seit Juni 2019 bieten Filialen Rosbacher Mineralwasser an.

Bedeutet das, dass die billigeren Marken aus den Regalen verschwinden? Eher nicht. "Die regionalen Wassermarken ergänzen das Sortiment, sodass unsere Kunden nicht auf das gewohnte Angebot verzichten müssen", ließ Aldi Süd watson wissen.

(lau/pcl)

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