Bild

Bier bei Aldi Süd wird jetzt nachhaltig. Bild: imago images / Volker Preußer

Aldi setzt jetzt auf Bier in Glasflaschen

Auch, wenn sich gerade viel tut: In Sachen Nachhaltigkeit haben deutsche Supermärkte und Discounter noch viel nachzuholen. Ein großes Problem in Sachen Umwelt ist immer noch der hohe Anteil der Einwegflaschen im Sortiment. Diesem Problem möchte Aldi jetzt entgegenwirken.

Ab jetzt gibt es in ersten Filialen neben dem seltsam aussehenden Bier in Plastikflaschen auch "echtes" Bier in Glasflaschen, wie das Unternehmen dem "Tagesspiegel" bestätigt hat. Im Raum Eschweiler und Bingen kann man bei Aldi jetzt zum Beispiel Bier wie Krombacher oder Bitburger kaufen. Bisher mussten Kunden auf Plastikflaschen- oder Dosenbier zurückgreifen.

Die neue Regelung gilt nicht nur für Bier. Auch Mineralwasser gibt es jetzt in den entsprechenden Aldi-Filialen in Mehrwegflaschen zu kaufen.

Aldi und Lidl stehen noch schlechter da als etwa Edeka und Rewe

Das neue Mehrwegflaschen Angebot sollte auch denen zugutekommen, die Bier als Genussmittel sehen. Wer trinkt schon gerne Bier aus Dosen oder Plastikflaschen? Für nicht wenige Kunden wird das der Grund gewesen sein, statt zu Aldi lieber zu Edeka oder einem anderen Supermarkt mit "richtigem" Bier zu gehen.

Logistisch gesehen bedeuten die Mehrwegflaschen jedoch einen höheren Aufwand. Denkbar ist daher, dass strengere Umweltauflagen Aldi zum Umdenken bewegt haben. Das Verpackungsgesetz, das seit Anfang 2019 gilt, hat als Ziel eine Mehrwegquote in Supermärkten von 70 Prozent definiert.

Bis jetzt steht das Erreichen der Prozentzahl noch in den Sternen. Nicht mal die nachhaltig anmutenden Bio-Ketten erreichen diese Vorgabe. Ende 2019 betrug der Mehrweg-Anteil bei Bio-Läden laut Verbraucherzentrale 57 Prozent. Edeka kam nur auf 21 Prozent, Rewe und Netto auf jeweils 35 Prozent. Aldi und Lidl hingegen auf: null Prozent.

Möglich also, dass Aldi Süd seinen Test bald ausweitet. Bei Aldi Nord sind solche Maßnahmen bislang offenbar nicht geplant.

Ist Mehrweg wirklich so umweltfreundlich?

Fakt ist, dass Mehrweg nicht automatisch besser ist als PET. Aber: "Wenn die Flaschen vielfach gespült und wiederverwendet werden und die Transportwege gering sind", dann sind sie wirklich umweltfreundlich, sagt der Naturschutzbund Deutschland. Geringe Transportwege bedeuten in diesem Fall eine Distanz bis maximal 600 Kilometer.

(joey)

Nachhaltig

Menschenrechte, Kinderarbeit, Abholzung: So fair und nachhaltig ist die Osterschokolade von Ferrero, Ritter Sport und Lindt

Eier, Osterhasen, Küken: Sie alle haben derzeit Hochsaison in Form von Schokolade. Rund 1,1 Kilo Schokolade isst jeder von uns rund ums Osterfest. Dabei landen vor allem die großen Marken im Nest: Vom Lindt-Hasen über Merci und Milka bis zu Rittersport, Ferrero und Kinderschokolade ist wohl auch in diesem Jahr wieder alles mit dabei.

Geschmacklich können die großen Schokohersteller punkten, sonst würden ihre Schokohasen nicht jedes Jahr wieder ihren Weg in unsere Osternester finden. Aber: Was …

Artikel lesen
Link zum Artikel